#77 Hilfe - was mache ich bloß mit meinen Händen?
Shownotes
Wohin mit den Händen, wenn alle Augen auf mich gerichtet sind? Genau diese Frage beschäftigt erstaunlich viele Menschen – auch erfahrene Führungskräfte.
Gerade bei Präsentationen, wichtigen Meetings oder auf der Bühne kann die eigene Gestik plötzlich zum Störfaktor im Kopf werden. Die Hände werden „geparkt“, Bewegungen kontrolliert oder vermeintlich professionelle Gesten bewusst eingesetzt. Dabei entsteht überzeugende Körpersprache vor allem dann, wenn sie zur Botschaft passt und Gedanken sichtbar macht.
In dieser Folge von „Professionell Auftreten“ geht es darum, wie natürliche und ausdrucksstarke Gestik entsteht, welche typischen Manierismen schnell künstlich oder sogar belehrend wirken und warum manche gut gemeinten Körpersprache-Tipps eher „falsche Freunde“ sind.
Du erfährst außerdem, warum große Gesten durchaus souverän wirken können, weshalb die eigene Wahrnehmung häufig täuscht und wie Videoaufnahmen helfen, den eigenen Auftritt realistischer einzuschätzen.
Eine Folge für alle Führungskräfte, die mit mehr Präsenz präsentieren, Menschen erreichen und ihre Kompetenz auch körpersprachlich sichtbar machen wollen.
Shownotes:
Transkript anzeigen
00:00:03: Herzlich willkommen zu Professionell auftreten, dein Podcast für
00:00:07: die gelungene Präsentation.
00:00:10: Souverän, glaubwürdig und begeisternd auftreten, deine Botschaft
00:00:14: zielsicher anbringen, mit Leichtigkeit Lampenfieber, kritische Fragen und andere
00:00:20: Stolpersteine überwinden, darum geht's.
00:00:23: Ich bin Silvia B. Pitz und freue mich auf dich.
00:00:26: Herzlich willkommen!
00:00:33: Kennst du diesen Gedanken kurz vor einer Präsentation?
00:00:36: Du stehst vorne, möchtest loslegen und plötzlich meldet sich diese kleine
00:00:42: Stimme im Kopf: Was mache ich eigentlich mit meinen Händen?
00:00:46: Falls dir das bekannt vorkommt, bist du in bester Gesellschaft.
00:00:49: Diese Frage höre ich in nahezu jedem Speaker-Training.
00:00:54: Führungskräfte, Wissenschaftler, Wissenschaftlerinnen,
00:00:57: Unternehmer, Unternehmerinnen oder Projektleiter und -leiterinnen, sie alle
00:01:02: beschäftigen sich früher oder später mit ihren Händen.
00:01:06: Interessanterweise oft viel intensiver als mit dem, was sie eigentlich sagen möchten.
00:01:12: Genau darin liegt die eigentliche Herausforderung.
00:01:16: Ganz herzlich willkommen zu „Professionell auftreten", heute mit dem Thema:
00:01:21: „Hilfe, was mach ich bloß mit meinen Händen?"
00:01:25: Sobald wir beginnen, unsere Hände permanent zu beobachten, verschiebt
00:01:29: sich unsere eigene Aufmerksamkeit.
00:01:32: Ein Teil unseres Gehirns beschäftigt sich plötzlich dann nur noch mit
00:01:37: der eigenen Körpersprache.
00:01:39: Aber jetzt fehlt genau dieser Teil der Aufmerksamkeit
00:01:44: für die eigentliche Botschaft.
00:01:47: Wir schauen uns heute einmal 3 Aspekte zum Thema Gestik an:
00:01:51: einmal natürliche und unnatürliche Gesten, dann die sogenannten falschen Freunde,
00:01:58: also vermeintlich einfache Tipps, die aber leider sinnlos sind, Und drittens gibt's
00:02:04: da natürlich auch noch Tipps für eine ausdrucksstarke und natürliche Gestik,
00:02:10: damit deine nächste Präsentation begeistert und du dich voll und ganz
00:02:15: auf den Inhalt konzentrieren kannst.
00:02:19: Vielleicht hast du dich auch schon mal einmal dabei ertappt:
00:02:22: Die Hände werden ineinander verschränkt, sie werden vor dem Bauch abgelegt,
00:02:28: sie suchen irgendeine Position, die möglichst sicher erscheint.
00:02:33: Ich nenne das gern die Parkposition.
00:02:37: Dabei ist es gar nicht unbedingt die berühmte Merkel-Raute, die ich in
00:02:41: meinen Trainings am häufigsten sehe.
00:02:45: Viel öfter stehen Menschen mit beiden Händen locker oder auch etwas
00:02:49: verkrampft vor dem Bauch da.
00:02:51: Sie glauben, dadurch ruhig und souverän zu wirken.
00:02:55: Immer wieder gibt es auch die sogenannte Freistoßhaltung.
00:02:59: Fußballspieler schützen hier ganz zu Recht ihre Familienjuwelen.
00:03:05: Aber beim Präsentieren brauchen wir das nicht.
00:03:08: Vielleicht fragst du dich jetzt ja, was daran eigentlich so
00:03:11: problematisch sein soll.
00:03:13: Mit Ausnahme der Freistoßhaltung gar nichts.
00:03:17: Solange diese Haltung nur für einen kurzen Moment eingenommen wird.
00:03:23: Schwierig wird es erst dann, wenn daraus eine Dauerlösung wird.
00:03:27: Das Publikum nimmt häufig wahr, dass die Hände irgendwie festgehalten werden.
00:03:33: Dadurch entsteht leicht der Eindruck von Unsicherheit oder Anspannung, obwohl die
00:03:38: Person fachlich absolut kompetent ist.
00:03:42: Dabei gäbe es eine einfache Alternative. Und die gibt es auch.
00:03:47: Damit sind wir bei der natürlichen Gestik.
00:03:50: Deine Hände dürfen zwischendurch Und ich betone: zwischendurch!
00:03:56: Einfach einmal locker neben deinem Körper hängen.
00:04:00: Ja, genau.
00:04:01: Locker neben dem Körper.
00:04:03: Sobald ich diesen Tipp zum ersten Mal einem Coachee gebe, kommt sofort die
00:04:07: Antwort: „Das fühlt sich ja wirklich komisch an!" „Genau", sage ich dann.
00:04:12: „Es fühlt sich komisch an, das kenne ich auch.
00:04:15: Das wirkt aber gar nicht so für unser Publikum."
00:04:19: Obwohl ich selbst oft vor Menschen spreche, fällt mir das Hängenlassen der
00:04:23: Hände und Arme auch nicht immer leicht.
00:04:26: Fasst jeder empfindet das am Anfang als ungewohnt.
00:04:30: Manche beschreiben sogar ein Gefühl von Hilflosigkeit.
00:04:35: Plötzlich scheint man gar nicht mehr zu wissen, wohin mit den Armen.
00:04:40: Dieses Gefühl entsteht aber wie gesagt nur in unserer eigenen Wahrnehmung,
00:04:44: fühlt sich komisch an, wirkt aber für unser Publikum entspannt.
00:04:50: Hier zeigt sich wieder mal ein Phänomen, das wir aus vielen Bereichen
00:04:54: der Kommunikation kennen.
00:04:56: Wir erleben uns selbst ja immer von innen.
00:04:59: Unser Publikum erlebt uns aber von außen.
00:05:03: Diese beiden Perspektiven unterscheiden sich oft erheblich.
00:05:07: Deshalb dürfen meine Coachees und Teilnehmenden in Speakertrainings
00:05:12: sehr schnell und zügig vor die Kamera.
00:05:15: Dann schauen wir uns die Aufzeichnung auch recht schnell an und was passiert?
00:05:20: Die Person ist erstaunt, wie natürlich die Haltung aussieht.
00:05:24: Ist immer wieder witzig, das zu sehen.
00:05:26: Auch bei mir selbst.
00:05:29: Vielleicht kennst du das auch von deiner Stimme.
00:05:31: Viele Menschen mögen ihre Stimme auf einer Aufnahme zunächst überhaupt nicht.
00:05:36: Andere glauben, sie würden viel schneller sprechen, als sie tatsächlich sprechen.
00:05:42: Wieder andere sind überzeugt, sie würden wahnsinnig nervös wirken,
00:05:46: obwohl das Publikum genau diesen Eindruck überhaupt nicht hat.
00:05:50: Mit der Körpersprache verhält es sich ganz ähnlich.
00:05:55: Die Kamera ist da gnadenlos – im positiven Sinne.
00:05:58: Sie zeigt uns ehrlich, was sichtbar ist.
00:06:02: Genau deshalb erleben viele Menschen eine positive Überraschung.
00:06:06: Sofern sie sich mit ihrem Bild versöhnt haben.
00:06:10: Ich sage das immer wieder, dass wir uns mit unserem eigenen Bild oder
00:06:14: Video-Abbild versöhnen müssen.
00:06:18: Selbst Supermodels haben damit ein Problem, das ist also
00:06:22: keine Sache von Aussehen.
00:06:24: Das geht aber bei den allermeisten Menschen ganz schnell.
00:06:29: Während der Präsentation waren Sie überzeugt, Ihre Hände würden
00:06:33: hilflos herunterhängen.
00:06:35: Auf dem Video sehen Sie anschließend einen Menschen, der ruhig, präsent
00:06:40: und angenehm gelassen wirkt.
00:06:44: Dieses Erlebnis verändert den Blick auf die eigene Körpersprache.
00:06:47: Und das ist gut so.
00:06:50: Eine Frage taucht in meinen Trainings an dieser Stelle fast immer auf:
00:06:54: Wie sieht die natürliche Gestik aus?
00:06:57: Soll ich meine Hände dann einfach die ganze Zeit hängen lassen?
00:07:01: Nein, nein, nein, auf gar keinen Fall!
00:07:03: Gestik gehört zu einer guten Präsentation dazu.
00:07:08: Selbst während ich jetzt diesen Podcast aufnehme, gestikuliere ich,
00:07:13: obwohl ja niemand zuschaut.
00:07:15: Also Gestik unterstützt unsere Worte und macht unsere Inhalte lebendig.
00:07:21: Sie hilft außerdem dem Publikum dabei, Zusammenhänge schneller zu verstehen.
00:07:27: Entscheidend ist allerdings etwas anderes: Die Gestik sollte immer
00:07:32: zum Gesagten passen.
00:07:35: Vielleicht hast du schon einmal jemanden erlebt, der begeistert über
00:07:38: ein Projekt gesprochen hat.
00:07:40: Plötzlich werden Zusammenhänge größer dargestellt, Entwicklungen mit den Händen
00:07:46: beschrieben oder Vergleiche sichtbar gemacht.
00:07:51: Das wirkt vollkommen selbstverständlich.
00:07:55: Warum ist das so?
00:07:57: Weil die Hände idealerweise den Gedanken folgen und das dann auch ausdrücken.
00:08:02: Genau das finde ich so spannend.
00:08:05: Sobald Menschen wirklich in ihrem Thema sind, entsteht eine
00:08:09: sehr natürliche Gestik.
00:08:12: Mal ist sie klein und präzise, mal wird sie größer und kraftvoller.
00:08:18: Manchmal genügt eine einzige Handbewegung, um einen Gedanken zu unterstreichen.
00:08:24: Allerdings ist die Voraussetzung dafür, dass sich die Person auch traut, zum
00:08:30: Beispiel mal eine große Geste zu zeigen.
00:08:34: Große Gestik bedeutet auch mal die Hände ausgestreckt über dem Kopf.
00:08:38: Ich bin immer wieder erstaunt, wie eingeschränkt die Menschen gerade in
00:08:43: unseren Breitengraden in Bezug auf große Gestik sind.
00:08:47: Ich ermutige sie dann dazu, und auf dem Video sehen wir dann beide,
00:08:52: wie eindrucksvoll so eine Geste wirkt— wenn sie zum Gesagten passt, natürlich.
00:08:58: Soweit zur natürlichen Gestik.
00:09:02: Als unnatürlich empfinden unsere Zuschauer und Zuschauerinnen
00:09:06: auch sogenannte Manierismen, also immer wiederkehrende Gesten, die man
00:09:11: fast schon als Tics bezeichnen könnte.
00:09:15: Hier kommt eine sicher nicht vollständige Liste der No-Gos, zum Beispiel:
00:09:22: permanent gespreizte Finger, die sogenannten Jazz Hands,
00:09:26: Die Hand ist ständig überstreckt, als wolle sie besonders präsent wirken.
00:09:32: Dadurch wirkt die Gestik schnell künstlich und theatralisch.
00:09:37: Oder, das kennt ihr sicher auch, der kleine Finger abgespreizt,
00:09:41: wirkt auch eher überkandidelt.
00:09:45: Oder die Karate-Hand, immer wieder dieselbe senkrechte
00:09:50: Handkante, mit der jeder Satz durchgeschnitten wird.
00:09:55: Das erzeugt schnell einen belehrenden Eindruck.
00:10:00: Der erhobene Zeigefinger, davon rate ich gänzlich ab, er wirkt nämlich
00:10:04: auch moralisierend oder belehrend.
00:10:08: Dann gibt es noch den Dauerpinzettengriff.
00:10:12: Daumen und Zeigefinger bilden ständig einen kleinen Kreis oder eine Pinzette.
00:10:17: Das sieht man häufig bei Politikerinnen und Politikern.
00:10:21: Einmal eingesetzt, kann das eine Präzision unterstreichen.
00:10:26: Ständig wiederholt, entwickelt es sich fast wieder zu einem Tick.
00:10:31: Dann gibt's noch das permanente Trommeln oder Kreisen der Hände.
00:10:34: Die Hände sind ständig in Bewegung, obwohl der Inhalt gerade
00:10:38: gar keine Bewegung bräuchte.
00:10:41: Das Publikum schaut irgendwann mehr auf die Hände als auf das Gesicht
00:10:46: und wundert sich, ob sie es hier mit einem Flamencotänzer zu tun hat.
00:10:52: Immer dieselbe Geste für alles.
00:10:55: Manche Sprecher und Sprecherinnen öffnen bei jedem Satz beide Arme und machen
00:11:00: immer dieselbe Vorwärtsbewegung.
00:11:04: Dadurch verliert die Gestik ihre Wirkung, weil sie nichts mehr hervorhebt.
00:11:10: Dann haben wir noch die Dirigentengeste: Jede Silbe wird mit den
00:11:15: Händen im Takt begleitet.
00:11:19: Das wirkt auch schnell hektisch und unnatürlich und lenkt
00:11:23: wiederum vom Inhalt ab.
00:11:27: Manierierte Gestik erkennst du daran, dass sie unabhängig vom
00:11:31: Inhalt immer wieder auftaucht.
00:11:33: Die Hände bewegen sich dann fast nach einem festen Muster
00:11:37: und nicht nach dem Gedanken.
00:11:40: Das bitte komplett abstellen.
00:11:43: Das ist zugegebenermaßen nicht ganz einfach.
00:11:47: Du brauchst dafür Übung und Rückmeldung, entweder durch einen Coach
00:11:51: oder du übst selbst immer wieder mit der Videofunktion in deinem Smartphone.
00:11:57: Es gibt immer wieder auch eine Handvoll falscher Freunde, wie ich sie nenne, also
00:12:01: zweifelhafte Tipps, die nicht wirklich was bringen.
00:12:05: Damit sind wir beim zweiten Aspekt zum Thema „Wohin mit meinen Händen?".
00:12:10: Menschen lesen irgendwo, dass offene Handflächen Vertrauen schaffen, also
00:12:14: zeigen sie bei nahezu jedem Satz offene Handflächen.
00:12:18: Andere hören, dass Hände immer über der Gürtellinie sichtbar sein sollen.
00:12:24: Wieder andere lernen 5 oder 6 Präsentationsgesten auswendig
00:12:28: und versuchen, sie möglichst häufig einzusetzen.
00:12:33: Diese vermeintlichen Tipps klingen einfach und hilfreich, aber sie
00:12:37: bringen leider nichts.
00:12:39: Das Publikum merkt sehr schnell, wenn Gestik geplant wirkt.
00:12:44: Was passiert?
00:12:46: Unser Publikum entwickelt unbewusst ein Störgefühl und die Aufmerksamkeit
00:12:51: ist weit, weit weg vom Inhalt.
00:12:55: Der Grund ist einfach: Das Augenmerk des Publikums richtet sich
00:13:00: plötzlich auf die Bewegung und nicht mehr auf die Aussage.
00:13:05: Die Hände erzählen dann ihre eigene Geschichte.
00:13:10: Wir wollen in unserer Präsentation aber genau das Gegenteil erreichen, also
00:13:14: Aufmerksamkeit und Fokus auf den Inhalt und unsere Botschaft.
00:13:20: Die Hände dürfen dabei unterstützen, aber nicht die Hauptrolle spielen.
00:13:25: Damit sind wir bei der Lösung für die Frage: Wohin mit meinen Händen?
00:13:31: Eine gute Gestik entsteht aus meiner Sicht dadurch, dass wir uns intensiv mit unserem
00:13:36: Thema beschäftigen und unsere Gedanken sichtbar werden lassen.
00:13:41: Vielleicht hilft dir dazu auch ein Vergleich:
00:13:44: Stell dir vor, jemand nimmt sich fest vor, heute Abend bei einem Gespräch genau
00:13:50: an den richtigen Stellen zu lachen.
00:13:52: Vermutlich würde dieses Lachen ziemlich künstlich wirken.
00:13:57: Wenn wir dagegen wirklich Freude empfinden, entsteht das
00:14:00: Lachen ganz automatisch.
00:14:03: Das Lachen ist ja auch etwas ganz Individuelles.
00:14:07: Manche Menschen trauen sich schon gar nicht mehr, auch mal laut
00:14:10: und herzhaft zu lachen. Das ist wirklich schade.
00:14:13: Mit der Gestik verhält es sich ähnlich.
00:14:17: Je stärker wir innerlich beteiligt sind, desto natürlicher unterstützen
00:14:21: unsere Hände das Gesagte.
00:14:25: Wenn wir uns trauen und auch mal mit den eigenen Augen gesehen haben, dass
00:14:30: Gestik wirklich groß sein darf.
00:14:34: Deshalb lautet mein Rat für deine nächste Präsentation: Bereite einmal
00:14:39: deine Inhalte sorgfältig vor.
00:14:41: Das machst du sowieso schon, wenn du regelmäßig meinen Podcast hörst.
00:14:45: Überlege dir, welche Botschaften dein Publikum mitnehmen sollen.
00:14:50: Übe anschließend laut, zumindest wichtige Parts deiner Präsentation,
00:14:55: idealerweise mit Videoaufzeichnung.
00:14:59: Dein Smartphone ist dafür prima geeignet.
00:15:03: Nutze deine Hände ganz selbstverständlich.
00:15:05: Dann probiere mal zu übertreiben.
00:15:07: Große Gestik, schnellere und auch mal langsamere Bewegungen.
00:15:14: Lass die Hände zwischendrin auch mal wieder hängen.
00:15:19: Nimm dir einen Zeiger in die Hand.
00:15:21: Auch das ist wichtig, denn vermutlich wirst du so ein Gerät beim
00:15:24: Präsentieren brauchen.
00:15:26: Ich hatte früher auch mal bei mir bemerkt, dass die Hand, die das Zeigegerät
00:15:31: hält, etwas fauler in der Gestik war.
00:15:35: Das passierte bei mir ganz unbewusst.
00:15:38: Ich habe es bei einer Übungssequenz gesehen und abgestellt.
00:15:42: Übrigens ist ein Tipp dazu: Nimm das Zeigegerät in die nicht-dominante Hand.
00:15:49: Übe auch ganz unterschiedliche Varianten..
00:15:53: Das macht die Präsentation spannend und energetisch.
00:15:57: Schau dir dann die unterschiedlichen Aufnahmen auf Video an und entscheide
00:16:01: dann, was dir am besten gefällt.
00:16:05: Wie immer an dieser Stelle empfehle ich dir, gnädig mit dir umzugehen, wie mit
00:16:09: einer guten Freundin, die dich um Rat bittet.
00:16:13: Schau zunächst einmal auf deine Stärken, entdecke sie und baue darauf auf.
00:16:19: Vertraue auch darauf, dass deine nächste Geste genau dann entsteht,
00:16:24: wenn sie gebraucht wird.
00:16:26: Die Stelle, die sich während des Sprechens am seltsamsten angefühlt hat, wirkt auf
00:16:32: dem Video häufig völlig unauffällig.
00:16:35: Diese Erkenntnis ist unglaublich befreiend.
00:16:38: Sie nimmt Druck heraus und erlaubt dir, dich wieder auf das Wesentliche zu
00:16:43: konzentrieren, nämlich auf den Inhalt und die Botschaft deiner Präsentation.
00:16:50: Am Ende geht es nämlich nicht um deine Hände.
00:16:52: Es geht um deine Botschaft.
00:16:55: Deine Hände unterstützen diese Botschaft.
00:16:57: Manchmal mit einer kleinen Bewegung, manchmal mit einer großen Bewegung,
00:17:03: manchmal auch gar nicht.
00:17:05: Genau diese Abwechslung macht einen authentischen Auftritt aus.
00:17:10: Vielleicht beobachtest du dich bei deiner nächsten Präsentation einmal ganz bewusst.
00:17:15: Wie oft parkst du deine Hände vor dem Bauch?
00:17:19: Wie oft dürfen sie sich frei und groß bewegen?
00:17:23: Und wie oft gönnst du ihnen einfach einmal eine kleine Pause und lässt sie hängen?
00:17:30: Ich bin gespannt, welche Erfahrungen du dabei machst.
00:17:34: Bis zur nächsten Folge und denk immer daran: Deine Hände müssen
00:17:37: keine Dauerbeschäftigung haben.
00:17:40: Sie dürfen sich auch mal entspannen.
00:17:41: — bevor sie den nächsten Gedanken sichtbar machen.
00:17:46: Ich wünsche dir dabei ganz viel Erfolg und Entdeckergeist.
00:17:50: Deine Silvia.
00:17:56: Das war's für dieses Mal: Professionell auftreten.
00:17:59: Jetzt hast du bestimmt noch mehr Freude bei deinen kommenden Präsentationen.
00:18:04: Weitere Informationen zum Podcast und die Shownotes Findest du auch auf
00:18:08: meiner Webseite pitts-coaching.
00:18:10: de.
00:18:12: Schau doch mal rein.
00:18:13: Danke und bis bald, deine Silvia B.
00:18:16: Pitts.
Neuer Kommentar