#69 Fünf starke Ideen, wie du KI verständlich präsentieren kannst
Shownotes
Viele Präsentationen über KI wirken intelligent – erreichen aber die Menschen nicht. Genau darum geht es in dieser Folge. Du erfährst, wie du komplexe KI-Themen so präsentierst, dass Menschen zuhören, verstehen und mitgehen.
Wir schauen auf 5 starke Ideen, wie du künstliche Intelligenz verständlich präsentieren kannst: vom Einstieg über relevante Probleme statt Fachchinesisch, über starke Analogien und wirkungsvolles Storytelling bis hin zum offenen Umgang mit Ängsten rund um KI, Veränderung und Zukunft der Arbeit. Außerdem geht es darum, wie du Orientierung gibst und mit klaren nächsten Schritten Menschen für den sinnvollen Einsatz von AI und KI-Tools gewinnst.
Diese Folge ist für dich, wenn du KI im Unternehmen erklären, Teams mitnehmen, Leadership in Veränderungsprozessen zeigen oder deine Präsentations- und Kommunikationskompetenz rund um Zukunftsthemen stärken willst.
Du bekommst Impulse zu:
- KI verständlich präsentieren
- Analogien und Storytelling für komplexe Themen
- KI in Unternehmen und Teams einführen
- Ängste im Change-Prozess professionell adressieren
- Menschen für Innovation begeistern statt überfordern
Eine Folge für alle, die künstliche Intelligenz nicht nur erklären, sondern überzeugend vermitteln wollen.
Shownotes:
Transkript anzeigen
00:00:04: Herzlich willkommen zu Professionell auftreten, dein Podcast für
00:00:07: die gelungene Präsentation.
00:00:10: Souverän, glaubwürdig und begeisternd auftreten, deine Botschaft zielsicher
00:00:15: anbringen, mit Leichtigkeit Lampenfieber, kritische Fragen und andere
00:00:20: Stolpersteine überwinden, darum geht's.
00:00:23: Ich bin Silvia B. Pitz und freue mich auf dich.
00:00:26: Herzlich willkommen!
00:00:33: Stell dir vor, du stehst vor einem Team-Meeting.
00:00:36: Vor dir sitzen 25 Menschen.
00:00:39: Einige haben bereits mit KI gearbeitet, andere kennen das Thema bisher nur aus
00:00:44: Schlagzeilen wie „KI ersetzt Millionen Jobs" oder
00:00:49: „Diese Technologie verändert alles".
00:00:52: Du öffnest deine Präsentation.
00:00:54: Auf der ersten Folie steht: Large Language Models basieren auf neuronalen Netzwerken
00:01:00: mit Milliarden Parametern und probabilistischen Vorhersagen.
00:01:07: 3 Menschen schauen sofort auf ihr Handy, 5 schauen aus dem Fenster, einer googelt
00:01:12: heimlich: Was ist ein neuronales Netzwerk?
00:01:17: Eine Person denkt: Ich verliere bestimmt bald meinen Job.
00:01:20: Eine andere Person denkt: Wenn das so kompliziert klingt, hat
00:01:24: das mit mir sowieso nichts zu tun.
00:01:27: Genau in diesem Moment scheitern viele Präsentationen über KI.
00:01:31: Der Grund ist meistens nicht, dass das Thema zu kompliziert wäre, sondern
00:01:36: dass es unnötig kompliziert erklärt wird.
00:01:40: Wenn du über KI sprichst, präsentierst du nie, bitte nie, nur Technologie.
00:01:45: Du präsentierst immer auch Veränderung, Unsicherheit, Chancen,
00:01:50: Macht, Ängste und Zukunft.
00:01:53: Deshalb reicht es nicht aus, technisch korrekt zu sein.
00:01:56: Entscheidend ist, dass du verständlich, relevant und auch
00:02:01: menschlich kommunizierst.
00:02:02: Herzlich willkommen zu „Professionell auftreten 5 starke Ideen, wie du KI-Themen
00:02:09: verständlich und begeisternd präsentierst".
00:02:13: In dieser Folge geht es darum, wie du komplexe KI-Themen so präsentierst,
00:02:18: dass Menschen dir folgen können, statt innerlich auszusteigen.
00:02:24: In 5 Punkten schauen wir uns dieses Thema an: Wir sprechen über einen sinnvollen
00:02:29: Einstieg in das Thema, Wer hier schon falsch abbiegt, wird
00:02:32: seine Mannschaft nicht begeistern können.
00:02:34: Zweitens geht es darum, Analogien zu nutzen,
00:02:37: um komplexe Sachverhalte rund um KI besser und attraktiver darzustellen.
00:02:44: Im Punkt 3 sprechen wir über gelungenes Storytelling rund um KI.
00:02:50: Ganz entscheidend ist es, die Ängste, die mit dem Einsatz von KI
00:02:54: auftauchen, anzusprechen.
00:02:56: Das tun wir in Punkt 4.
00:02:59: Und schließlich geht's im 5.
00:03:01: Punkt darum, Lösungen und nächste Schritte aufzuzeigen.
00:03:06: Legen wir los mit Punkt 1: Starte bitte nie mit Technik, starte mit einem Problem!
00:03:14: Viele Präsentationen beginnen an der falschen Stelle.
00:03:17: Sie starten mit Fachbegriffen, Definitionen oder Technologie-Buzzwords.
00:03:23: Zum Beispiel so: „Heute sprechen wir über generative KI,
00:03:27: neuronale Netze, Algorithmen und Machine Learning."
00:03:32: Das klingt zwar intelligent, erreicht aber die meisten Menschen nicht.
00:03:37: Die erste Frage, die sich Zuhörer und Zuhörerinnen stellen, lautet dann fast
00:03:41: immer: „Warum betrifft mich das überhaupt?"
00:03:44: Wenn du möchtest, dass Menschen dir zuhören, solltest du speziell, wenn es um
00:03:48: die KI geht, mit einem konkreten Problem oder einer Alltagssituation beginnen.
00:03:56: Zum Beispiel kannst du sagen: Jeden Tag verbringen viele Mitarbeitende
00:04:00: und ja, auch unsere Teams und wahrscheinlich wir auch
00:04:04: viele Stunden damit, E-Mails zu schreiben, Informationen zu
00:04:08: suchen oder Präsentationen vorzubereiten.
00:04:12: KI kann hier einen Teil dieser Aufgaben beschleunigen und dadurch
00:04:17: wirklich viel Zeit sparen.
00:04:19: Oder du sagst: Viele unserer Teams sitzen in Meetings und wir selber ja auch und
00:04:25: diskutieren immer wieder dieselben Themen, ohne dass Entscheidungen
00:04:29: schneller getroffen werden.
00:04:31: KI kann dabei helfen, Informationen besser aufzubereiten und Entscheidungen
00:04:36: fundierter vorzubereiten.
00:04:39: Dadurch verändert sich sofort die Perspektive.
00:04:42: Plötzlich geht es nicht mehr um eine abstrakte Technologie,
00:04:46: sondern um Zeit, Stress, Produktivität oder Zusammenarbeit, also
00:04:53: den Nutzen, den KI wirklich bringen kann.
00:04:56: Menschen verstehen neue Themen deutlich schneller, wenn sie erkennen, warum diese
00:05:01: Themen für ihren eigenen Alltag relevant sind.
00:05:05: Eine gute Faustregel lautet: Erst das Problem, dann die Lösung
00:05:10: und danach erst die Technik dahinter.
00:05:14: So entsteht Verständnis Schritt für Schritt.
00:05:17: Zweitens: Nutze Analogien, damit Menschen ein inneres Bild bekommen.
00:05:24: KI ist für viele Menschen immer noch schwer greifbar.
00:05:28: Man kann sie nicht sehen, man kann sie nicht anfassen und oft nur anhand
00:05:33: ihrer Ergebnisse wahrnehmen.
00:05:36: Genau deshalb brauchen Menschen Bilder im Kopf, um zu verstehen,
00:05:40: was eigentlich passiert.
00:05:42: Analogien helfen dabei enorm, weil sie etwas Komplexes mit etwas
00:05:48: verbinden, das bereits bekannt ist.
00:05:51: Wenn du KI erklärst, solltest du dir immer überlegen, welches Bild deinem
00:05:56: Publikum sofort einleuchtet.
00:05:59: Eine recht hilfreiche Analogie ist zum Beispiel die Idee vom
00:06:03: Wunderkind-Praktikanten.
00:06:06: Dieser Praktikant kann in wenigen Sekunden Informationen
00:06:10: durchsuchen, Texte formulieren, Ideen sammeln oder auch Entwürfe erstellen.
00:06:17: Er arbeitet extrem schnell, hat Zugriff auf sehr viel Wissen
00:06:21: und ist jederzeit verfügbar.
00:06:24: Toll, oder?
00:06:24: So einen Praktikanten würden wir uns alle wünschen.
00:06:27: Gleichzeitig macht er aber auch Fehler, missversteht manchmal den Kontext und
00:06:32: liefert gelegentlich Antworten, die halt überprüft werden müssen.
00:06:36: Allein dieses Bild hilft vielen Menschen bereits dabei, KI
00:06:41: realistischer einzuordnen.
00:06:44: Eine weitere mögliche Analogie ist das Navigationssystem.
00:06:47: Eine Navi schlägt verschiedene Wege vor, berechnet Wahrscheinlichkeiten und
00:06:53: unterstützt dabei, schneller ans Ziel zu kommen.
00:06:57: Die Entscheidung darüber, welchen Weg du tatsächlich nimmst,
00:07:00: liegt trotzdem bei dir.
00:07:02: Genauso funktioniert KI in vielen Bereichen des Arbeitsalltags.
00:07:07: Sie liefert Vorschläge, priorisiert Informationen und
00:07:12: unterstützt bei Entscheidungen.
00:07:16: Verantwortung und Bewertung bleiben weiterhin beim Menschen.
00:07:19: Und das ist gut so.
00:07:21: Für Führungskräfte eignet sich oft auch die Vorstellung eines
00:07:25: zusätzlichen Teammitglieds.
00:07:28: KI kann wie ein neuer Kollege zum Beispiel sein, der sehr effizient arbeitet,
00:07:33: nie müde wird und viele Aufgaben parallel erledigen kann.
00:07:38: Gleichzeitig braucht dieser Kollege klare Anweisungen.
00:07:42: Wenn die Aufgabenstellung unpräzise ist, fällt auch das Ergebnis
00:07:46: entsprechend unklar aus.
00:07:49: Auf diese Weise lässt sich sehr elegant erklären, warum gutes Prompting so
00:07:55: wichtig ist, also die Eingabe in die KI.
00:08:00: Wichtig ist dabei, dass du dich für ein Bild entscheidest und
00:08:03: dieses konsequent nutzt.
00:08:06: Zu viele verschiedene Vergleiche hintereinander machen die
00:08:08: Erklärung eher komplizierter.
00:08:11: Eine starke Analogie reicht meistens aus, damit Menschen einen Zugang
00:08:16: zum Thema finden.
00:08:18: Das Thema Analogien habe ich übrigens auch in den Folgen 30 und 34
00:08:23: ausführlich besprochen.
00:08:25: Hör da gern noch mal rein, da findest du garantiert noch weitere Inspirationen.
00:08:31: Drittens: Erzähle Geschichten, statt Funktionen aufzuzählen.
00:08:37: Viele Präsentationen über KI wirken wie eine lange Liste von Funktionen.
00:08:43: Dann heißt es: Mit diesem Tool kannst du Texte schreiben,
00:08:47: Daten analysieren, Meetings zusammenfassen,
00:08:51: E-Mails formulieren und Präsentationen vorbereiten.
00:08:56: Das Problem dabei ist, dass Menschen sich Funktionen selten merken.
00:09:00: Was viel eher hängen bleibt, sind konkrete Situationen und Geschichten.
00:09:07: Deshalb lohnt es sich, nicht nur aufzuzählen, was KI theoretisch
00:09:10: kann, sondern zu zeigen, wie sie im Alltag tatsächlich eingesetzt wird.
00:09:16: Sobald dein Team sich in einer Situation wiedererkennt, entsteht Relevanz
00:09:21: und natürlich auch Aufmerksamkeit.
00:09:25: Du könntest zum Beispiel die Geschichte einer Führungskraft erzählen,
00:09:28: die jeden Sonntagabend 2 Stunden damit verbringt, ihre Woche vorzubereiten.
00:09:33: Sie formuliert E-Mails, schreibt eine Agenda, plant Meetings und versucht,
00:09:39: alle offenen Punkte zu sortieren.
00:09:42: Vielleicht bist du sogar diese Führungskraft.
00:09:45: Heute nutzt sie KI, um diese Vorbereitung deutlich schneller zu erledigen.
00:09:51: Sie gibt die wichtigsten Themen ein und bekommt innerhalb weniger Sekunden
00:09:55: einen ersten Entwurf für die Woche.
00:09:58: Dadurch spart sie nicht nur Zeit, sondern vor allem mentale Energie.
00:10:03: Du kannst es sogar noch konkreter machen: Du sparst mehr Zeit für die
00:10:06: Familie oder das eigene Hobby.
00:10:09: Eine andere Geschichte könnte aus einem Vertriebsteam kommen.
00:10:14: Früher saßen nach jedem Kundentermin mehrere Menschen zusammen, um Notizen zu
00:10:18: sortieren, To-dos festzuhalten und Follow-up-Mails zu formulieren.
00:10:24: Die Teilnahme an komplexen Ausschreibungen ist bislang vielleicht am Wust der
00:10:28: Anforderungen komplett gescheitert.
00:10:31: Heute übernimmt KI einen Teil dieser Arbeit,
00:10:35: erstellt zum Beispiel Zusammenfassungen, priorisiert Aufgaben und liefert
00:10:39: Formulierungsvorschläge für die Kommunikation mit Kunden.
00:10:43: Das Team gewinnt dadurch jede Woche mehrere Stunden.
00:10:47: Solche Geschichten wirken, weil Menschen sofort denken:
00:10:50: „Genauso sieht es bei uns auch aus." Sie erkennen sich selbst darin wieder
00:10:56: und verstehen dadurch viel schneller, welchen Nutzen KI im
00:11:00: eigenen Umfeld haben kann.
00:11:02: Besonders wirkungsvoll werden Geschichten dann, wenn du einen klaren
00:11:06: Vorher-Nachher-Effekt beschreibst.
00:11:09: Vorher herrscht Zeitdruck, Unsicherheit und Chaos vielleicht sogar.
00:11:14: Danach gibt es mehr Klarheit, mehr Struktur und natürlich
00:11:18: auch die Entlastung.
00:11:20: Diese Veränderung bleibt im Kopf.
00:11:23: Auch Storytelling habe ich übrigens schon in aller Tiefe in den Folgen
00:11:26: 16, 19 und 22 behandelt.
00:11:30: Schau auch ruhig mal in die Titelliste, da findest du bestimmt das ein oder andere
00:11:35: interessante Thema für dich und für dein Team.
00:11:39: Zurück zum Thema KI.
00:11:42: Am besten lässt du einige Mitarbeitende, die sich schon intensiv mit sinnvollen
00:11:47: KI-Anwendungen befassen, zu Wort kommen.
00:11:51: Sie sind die besten Ambassadoren für die neuen Tools.
00:11:54: In einigen Unternehmen werden Leute, die sich regelmäßig von KI
00:11:58: helfen lassen, sogar belohnt.
00:12:02: Jetzt könnte man sagen: Ja, schön doof, die schaffen ihren
00:12:04: eigenen Arbeitsplatz ab.
00:12:06: Aber in vielen Fällen ist das falsch.
00:12:09: Wir brauchen Mitarbeitende, die sich gut und gern mit KI auseinandersetzen,
00:12:13: die auch immer wieder neue Anwendungen finden und die die Effizienz steigern und
00:12:18: vielleicht auch Lust haben, andere Teammitglieder anzuleiten.
00:12:22: Diese Mitarbeitenden sind wertvoll und hilfreich.
00:12:25: Die dürfen wir auch weiter ausbilden und vielleicht sogar offiziell zu
00:12:29: KI-Botschaftern und -Botschafterinnen machen.
00:12:33: Nicht immer kommen diese Menschen zwingend aus dem IT-Bereich.
00:12:37: Im besten Fall starten wir in unserem Unternehmen eine KI-Initiative.
00:12:42: Gehe da wirklich proaktiv voran und belohne auch die Lernbereitschaft
00:12:46: der engagierten Mitarbeitenden.
00:12:49: Ich höre immer wieder von interessierten Führungskräften, dass sie viel mit
00:12:53: KI ausprobieren, aber eher privat.
00:12:57: Warum nicht im Unternehmen?
00:12:59: Ja, okay, viele fürchten sich vor der Unsicherheit, wo die Daten genutzt werden,
00:13:04: die wir eingeben, oder gar von Datenverlust, oder dass die Server
00:13:08: irgendwo im Weltall schweben und vor Zugriffen ungeschützt sind.
00:13:14: Ich habe neulich einen Vortrag von Ralf Kölle, er ist wirklich ein Experte
00:13:18: von der Firma Scytis aus Stuttgart, gehört, der hier eine Lanze gebrochen hat.
00:13:23: Die Sicherheitsprobleme tauchen nicht in der Cloud auf.
00:13:27: Betreiber von Datencentern geben Milliarden aus, nicht ohne Grund.
00:13:31: Hier spielt die Sicherheit eine immens große Rolle.
00:13:35: Die Gefahr liegt eindeutig bei Mitarbeitenden,
00:13:37: die auf einen falschen Link in einer gut getarnten Schad-E-Mail klicken.
00:13:43: Okay, du merkst, dass ich eine Befürworterin von KI bin, wenn
00:13:47: sie sinnvoll eingesetzt wird.
00:13:50: Ja, es braucht Zeit, und ja, es ist auch wirklich ein Change-Prozess,
00:13:54: aber diese Mühe lohnt sich.
00:13:57: So kommt ein Unternehmen voran und läuft der Entwicklung nicht hinterher.
00:14:02: Jetzt kommen wir zu einem der wichtigsten Aspekte beim Thema KI: 4.
00:14:07: Sprich offen über Ängste, statt sie zu ignorieren.
00:14:11: Sobald das Thema KI aufkommt, denken viele Menschen zuerst an ihre eigene Zukunft.
00:14:17: Sie fragen sich natürlich, ob ihr Arbeitsplatz sicher ist,
00:14:20: ob ihre Aufgaben bald automatisiert werden oder ob sie plötzlich Fähigkeiten
00:14:26: brauchen, die sie heute noch gar nicht haben.
00:14:29: Diese Gedanken sind ja völlig verständlich, vielleicht
00:14:32: hast du sie ja auch.
00:14:34: Genau deshalb ist es wichtig, Ängste offen anzusprechen.
00:14:39: Wenn Unsicherheit im Raum steht, hören Menschen oft nur noch halb zu.
00:14:43: Sie beschäftigen sich innerlich längst mit ihren Sorgen und nehmen die eigentlichen
00:14:48: Inhalte aus deiner Präsentation kaum noch auf.
00:14:52: Du kannst das Thema direkt und offen ansprechen.
00:14:56: Ein Satz wie „Viele Menschen fragen sich gerade, ob KI
00:14:59: Arbeitsplätze ersetzt" reicht oft schon aus, um Spannung aus dem Raum zu nehmen.
00:15:04: Menschen erkennen dann sofort, dass ihre Sorgen gesehen werden.
00:15:09: Danach kannst du differenzieren: Bestimmte Aufgaben werden sich verändern,
00:15:14: vor allem repetitive und standardisierte Tätigkeiten.
00:15:18: Zum Beispiel Texte zusammenfassen, Daten sortieren oder Routineprozesse erledigen.
00:15:24: Vieles davon wird zunehmend automatisiert.
00:15:28: Gleichzeitig entstehen aber neue Aufgaben und neue Anforderungen.
00:15:33: Fähigkeiten wie Kommunikation, Empathie, Kreativität, kritisches Denken
00:15:39: und Einordnen werden wichtiger.
00:15:43: Menschen werden stärker gebraucht, wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen,
00:15:48: Beziehungen aufzubauen, Konflikte zu lösen oder komplexe Entscheidungen zu treffen.
00:15:54: Das ist doch eine gute Nachricht!
00:15:57: KI kann Informationen liefern und Muster erkennen.
00:16:00: Sie kann jedoch keine echte Unternehmenskultur gestalten,
00:16:04: keine schwierigen Gespräche führen und kein Vertrauen aufbauen.
00:16:09: Genau darin liegt die zentrale Botschaft: Arbeit verschwindet nicht
00:16:15: einfach, sie verändert sich.
00:16:17: Viele Menschen erleben das sogar als Chance, weil monotone Aufgaben wegfallen
00:16:22: und mehr Raum für strategische, kreative oder zwischenmenschliche Themen entsteht.
00:16:29: Eine hilfreiche Formulierung könnte in diesem Zusammenhang auch sein:
00:16:33: Die entscheidende Frage ist nicht, ob KI deine Arbeit verändert.
00:16:38: Entscheidend ist, wie du lernst, mit KI sinnvoll zusammenzuarbeiten.
00:16:44: Diese Perspektive macht Mut, ohne die Realität schönzureden.
00:16:49: Veränderung bleibt anstrengend.
00:16:52: Ja, manche Rollen werden sich stark wandeln, das ist klar.
00:16:55: Manche Aufgaben werden verschwinden.
00:16:57: Gerade deshalb brauchen Menschen Orientierung und das Gefühl,
00:17:01: dass sie auf diesem Weg begleitet werden.
00:17:04: Das ist Führungsaufgabe.
00:17:07: Fünftens: Zeige konkrete nächste Schritte statt Zukunftspanik.
00:17:12: Von der Zukunftspanik haben wir ja leider genug.
00:17:15: Viele Vorträge über KI enden sogar mit dramatischen Aussagen.
00:17:19: Dann heißt es, alles werde sich verändern, niemand könne mehr mithalten oder
00:17:24: Unternehmen würden abgehängt, wenn sie jetzt nicht sofort handeln.
00:17:29: Solche Botschaften erzeugen oft mehr Druck als Klarheit.
00:17:33: Menschen verlassen den Raum dann mit dem Gefühl, dass sie
00:17:36: hoffnungslos hinterherhinken.
00:17:39: Hilfreicher ist es, konkrete nächste Schritte aufzuzeigen.
00:17:43: Menschen fühlen sich deutlich sicherer, wenn große Veränderungen in kleine
00:17:48: machbare Aufgaben übersetzt werden.
00:17:51: Du könntest zum Beispiel empfehlen, ein erstes KI-Tool auszuprobieren,
00:17:55: eine Aufgabe im Arbeitsalltag zu identifizieren, die sich automatisieren
00:18:00: lässt, oder gemeinsam im Team über sinnvolle Einsatzmöglichkeiten
00:18:04: zu sprechen.
00:18:06: Auch kleine Experimente mit guten Prompts können bereits
00:18:09: helfen, Berührungsängste abzubauen.
00:18:12: Hier können eben wieder die KI-Botschafter*innen helfen.
00:18:16: Genauso wichtig ist die Frage, welche menschlichen Fähigkeiten
00:18:19: künftig an Bedeutung gewinnen.
00:18:22: Wer sich bewusst mit Kommunikation, Kreativität, Empathie,
00:18:27: Präsentation und kritischem Denken beschäftigt, investiert automatisch in
00:18:32: Kompetenzen, die auch in Zukunft sehr relevant bleiben.
00:18:38: Menschen brauchen keine perfekte Strategie für die nächsten 10 Jahre.
00:18:42: Sie brauchen Orientierung für die nächsten Schritte.
00:18:45: Genau darin liegt die Aufgabe guter Präsentationen und auch
00:18:49: die Aufgabe von Führung.
00:18:52: Die guten Präsentationen sollen Komplexität verständlich machen,
00:18:56: Unsicherheit reduzieren und Menschen das Gefühl geben, dass sie
00:19:00: handlungsfähig bleiben.
00:19:03: Tja, wir haben heute in 5 Punkten das Thema, wie du komplexe KI-Themen
00:19:08: verständlich und begeisternd präsentierst, besprochen.
00:19:12: Es ging im ersten Punkt darum, mit einem Problem zu starten, das die KI lösen kann,
00:19:18: statt mit Fachchinesisch zur KI-Technologie zu sprechen.
00:19:22: Zweitens der Tipp, Analogien für komplexe Sachverhalte zu nutzen, damit die
00:19:27: Zuschauer und Zuschauerinnen leichter verstehen, worum es geht.
00:19:32: Der dritte Punkt beschäftigt sich mit Storytelling, auch im KI-Themenbereich.
00:19:38: Nutze hier auch Storytelling als attraktives Transportmittel für
00:19:42: deine Botschaft rund um die KI.
00:19:46: Viertens, ganz wichtig: Sprich offen Ängste und Befürchtungen an
00:19:51: und biete als fünften Punkt klare Lösungen und nächste Schritte an.
00:19:56: Am Ende geht es bei KI deshalb nie nur um Technologie.
00:20:00: Es geht immer auch um Kommunikation, Klarheit und Vertrauen.
00:20:06: Gute Präsentationen schaffen genau das.
00:20:09: Sie helfen Menschen dabei, ein komplexes Thema besser zu verstehen und sich in
00:20:15: einer neuen Realität sicherer zu fühlen.
00:20:18: Dafür wünsche ich dir ein gutes Händchen und wenn du magst, unterstütze
00:20:23: ich dich dabei gern.
00:20:24: Deine Silvia Professionell auftreten, das war's wieder.
00:20:33: Danke, dass du dabei warst.
00:20:34: Weitere Informationen zum Podcast und die Shownotes findest du auch auf
00:20:38: meiner Webseite pitts-coaching. de.
00:20:42: Schau gern mal auch bei LinkedIn Learning vorbei, es gibt hier 3
00:20:47: Videotutorials zum Thema.
00:20:49: Die Links findest du in den Shownotes.
00:20:51: Viel Erfolg!
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