#66 Executive-Meetings endlich effizient führen – mit der Moderationsmethode der Profis
Shownotes
Zu viele Meetings, zu wenig Ergebnis?
Viele Führungskräfte erleben genau das: kluge Diskussionen, viele Perspektiven – und am Ende bleibt unklar, was eigentlich entschieden wurde. Das kostet sowohl Zeit, Nerven und vor allem richtig viel Geld!
Das Problem liegt selten am Inhalt, oft fehlt die Struktur im Gespräch und die professionelle Moderation.
In dieser Folge zeige ich, wie Führungskräfte strategische Gespräche besser moderieren können. Du lernst eine einfache Struktur kennen, mit der Diskussionen klarer werden, Entscheidungen schneller getroffen werden und Meetings tatsächlich planbar zu Ergebnissen führen.
Eine Folge für alle, die Meetings nicht nur leiten, sondern wirksam gestalten wollen.
Shownotes:
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00:00:04: (Musik) Herzlich willkommen zu "Professionell auftreten", dein
00:00:07: Podcast für die gelungene Präsentation.
00:00:10: Souverän, glaubwürdig und begeisternd auftreten, deine Botschaft
00:00:14: zielsicher anbringen.
00:00:16: Mit Leichtigkeit Lampenfieber, kritische Fragen und andere Stolpersteine
00:00:21: überwinden, darum gehts.
00:00:23: Ich bin Silvia B.
00:00:24: Pitz und freue mich auf dich.
00:00:26: Herzlich willkommen.
00:00:33: Viele meiner Kundinnen klagen über endlose Meetings, Diskussionen, die sich im Kreis
00:00:38: drehen und Vielredner oder Vielrednerinnen, die
00:00:41: nicht gestoppt werden.
00:00:43: Dann wird ein Punkt, den man schon erledigt glaubte, erneut wieder
00:00:47: aufgenommen und durchgekaut, ohne dass es eine erkennbare Führung gibt.
00:00:52: Manchmal kommen die Leute auch unvorbereitet und es gibt
00:00:55: noch nicht einmal eine Agenda.
00:00:57: Das ist nervig und kostet viel Zeit und und ja, auch viel Geld.
00:01:02: Manchmal bringe ich in die Beratung einen sogenannten Meetingrechner mit.
00:01:08: Dabei werden die ungefähren Stundenlöhne der Führungskräfte eingetragen und mit
00:01:13: der Anzahl der Leute multipliziert.
00:01:16: Man sieht hier sehr schnell, welche Kosten ineffiziente Meetings für
00:01:20: das Unternehmen verursachen.
00:01:22: Das Meeting-Tool rechnet dann im Minutentakt vor, wie kostspielig unsinnige
00:01:28: Wiederholungen und fehlende Strukturen in Meetings sind.
00:01:32: Ganz herzlich willkommen zu meinem Podcast "Professionell auftreten -
00:01:37: Executive Meetings endlich effizient führen mit der
00:01:41: Moderationsmethode der Profis".
00:01:45: Heute geht es darum, wie du ergebnisstarke Meetings führst und durch professionelle
00:01:50: Moderation die Produktivität steigerst.
00:01:54: Klingt zu schön, um wahr zu sein.
00:01:56: Warte ab, es ist möglich.
00:01:58: Du brauchst nur die richtige Struktur, ein paar Profitipps und natürlich
00:02:03: auch immer die nötige Übung.
00:02:05: Wir bewegen uns heute also nicht auf der großen Vortragsbühne mit einer
00:02:10: Show-Moderation, die für Unterhaltung und gute Laune und einen geregelten
00:02:16: Programmablauf sorgen muss.
00:02:19: Dazu werde ich noch eine eigene Folge produzieren.
00:02:22: Es geht um die Moderation im Besprechungsraum, wo in Meetings oder
00:02:28: in Strategierunden wichtige Entscheidungen getroffen werden.
00:02:33: Hier geht es nicht um Unterhaltung.
00:02:35: Es geht darum, Denken zu strukturieren, den Meinungs- und Entscheidungsprozess
00:02:41: einer Gruppe zu ermöglichen und zu erleichtern.
00:02:45: Es gibt Meetings, in denen kluge Menschen zusammenkommen, viel Wissen im Raum ist,
00:02:50: viele Perspektiven eingebracht werden und trotzdem entsteht wenig Klarheit.
00:02:57: Das Problem liegt dabei selten am Inhalt, das Problem liegt oft am Prozess, denn
00:03:03: strategische Gespräche brauchen Struktur.
00:03:06: Und genau hier kommt Moderation ins Spiel.
00:03:09: Und genau deshalb ist Moderation, in diesem Fall die Prozessmoderation, heute
00:03:14: einer der wichtigsten Kompetenzen für Führungskräfte, Projektleitende und alle,
00:03:20: die in Meetings Entscheidungen herbeiführen wollen.
00:03:24: Die Moderatorin oder der Moderator gestaltet also maßgeblich den
00:03:28: Prozess, nicht allein das Ergebnis.
00:03:31: Damit eine Gruppe wirklich zu guten Erkenntnissen kommt und zu Ergebnissen
00:03:35: kommt, folgt professionelle Moderation meist einer klaren Struktur.
00:03:41: Eine sehr bewährte Struktur besteht aus sechs Phasen der Moderation.
00:03:46: Diese kann auch auf andere Moderationsformate angewandt werden, wie
00:03:49: zum Beispiel eine Gruppen- oder Workshop-Moderation.
00:03:54: Wir wollen uns heute aber auf die Entscheidungs- und Strategiemoderation
00:03:58: in Führungskreisen konzentrieren.
00:04:01: Das sind diejenigen Meetings, bei denen meine Kundinnen und Kunden
00:04:05: die meiste Energie benötigen.
00:04:08: Es geht ja einerseits darum, die eigene Abteilung zu vertreten,
00:04:12: andererseits braucht es eine praktikable Entscheidung, die für alle tragbar ist.
00:04:18: Diese Moderation ist äußerst anspruchsvoll, weil sie ja manchmal
00:04:22: eine Doppelrolle beinhaltet.
00:04:25: Einmal die Moderation und Führung des Meetings, zum anderen die Vertretung
00:04:30: der eigenen Interessen und Ziele.
00:04:33: Da ist sowohl rhetorisches wie auch diplomatisches Geschick gefragt und auch
00:04:38: Verhandlungstaktik wäre nicht schlecht.
00:04:41: Hervorragende Unterstützung leistet hier eine hilfreiche Struktur, wie
00:04:46: sie auch von Profis genutzt wird.
00:04:49: Damit wird der Entscheidungsprozess, die Kriterien und der Ablauf sichtbar und
00:04:55: transparent gemacht für die ganze Gruppe.
00:04:59: Bevor wir in die sechs Schritte einer professionellen Prozessmoderation
00:05:03: einsteigen, ist eine Sache noch ganz entscheidend, die die meisten
00:05:06: Führungskräfte nicht auf dem Schirm haben.
00:05:09: Das erlebe ich in Coachings immer wieder.
00:05:12: Diejenige Person, die die Eröffnung eines Executive-Meetings durchführt, hat bereits
00:05:18: einen enormen Einfluss auf den Verlauf.
00:05:21: Hier kannst du als Führungskraft strategisches und
00:05:25: rhetorisches Geschick zeigen.
00:05:27: Diese Phase übe ich mit meinen Coaches ganz, ganz intensiv, denn sie bestimmt
00:05:32: wesentlich, wo es im Meeting langgeht.
00:05:35: Stell dir ein Meeting vor, in dem eine wichtige Entscheidung für das
00:05:38: Unternehmen getroffen werden soll.
00:05:40: Die Zeit ist knapp, es gibt vielleicht noch viele
00:05:43: Unsicherheiten und unter der Führungsriege knirscht es.
00:05:48: Wenn du nun die Eröffnung ganz formal und lapidar durchführst,
00:05:53: als ob es ein ganz alltägliches Meeting wäre, dann verspielst du
00:05:57: eine sehr große Chance.
00:06:00: Stell dir vor, du machst die Dringlichkeit mit Worten und ja, auch mit
00:06:04: emotionalem Nachdruck deutlich.
00:06:06: Zeigst klar auf, worum es heute geht und wie wichtig es ist, dass alle die
00:06:13: möglichen negativen Konsequenzen sehen, die entstehen, wenn heute keine gut
00:06:17: durchdachte Entscheidung für das Unternehmen und nicht nur für die
00:06:21: eigene Abteilung getroffen wird.
00:06:22: Mit anderen Worten sollte die Botschaft lauten: Wir sitzen alle im gleichen Boot
00:06:28: und müssen eine sachlich optimale Entscheidung treffen, die allen dient und
00:06:33: nicht nur den lautesten, die sich meistens gut durchsetzen können.
00:06:37: Also ein Appell an die Kolleginnen und Kollegen, die möglichen Reibereien außen
00:06:42: vor zu lassen und in der Sache und für das große Ganze die beste
00:06:47: Entscheidung zu treffen.
00:06:49: Nimm den Leuten dann auch diese Vereinbarung ab.
00:06:52: Vorteil 1 einer solchen Eröffnung: Du hast einige unsichtbare, aber mächtige
00:06:58: Hinderungsgründe bereits angesprochen.
00:07:01: Das nimmt den Druck raus.
00:07:03: Zweiter Vorteil: Du kannst im Meeting immer wieder
00:07:07: auf das Commitment verweisen, das dir die Beteiligten am Anfang gegeben haben und
00:07:12: dadurch mögliche Grabenkämpfe schnell beenden.
00:07:16: Dritter Vorteil: Du zeigst klare Führung.
00:07:20: Das schätzen die Leute und sind gleich konzentriert bei der Sache.
00:07:24: Denk das mal durch.
00:07:26: Die durchdachte Eröffnung eines Executive-Meetings ist ein
00:07:30: großartiges Instrument.
00:07:32: Es setzt den Ton, you set the tone, und bereitet oder versperrt den Weg für
00:07:38: einen effizienten Austausch mit einem ganz klaren Ziel.
00:07:43: Drei weitere Überlegungen erleichtern die Moderation eines Executive-Meetings und
00:07:48: helfen der Moderation schneller und ohne Friktion zur Entscheidung zu kommen.
00:07:54: Erstens sollten unbedingt die Meeting- und Entscheidungsregeln geklärt werden.
00:08:00: Vor Beginn muss klar sein: Wer führt das Meeting?
00:08:03: Du musst dir als Moderator oder als Moderatorin das Okay der Gruppe
00:08:07: abholen, sonst wirds komisch.
00:08:09: Ohne Mandat keine Moderation.
00:08:12: Dann ist die nächste Frage: Wer entscheidet überhaupt?
00:08:16: Ist es eine Konsens- oder Mehrheitsentscheidung oder entscheidet
00:08:20: eine Person, die die Gesamtverantwortung trägt?
00:08:24: Fehlt diese Klarheit, entstehen endlose Diskussionen.
00:08:30: Entscheidungskriterien müssen im Vorfeld definiert werden.
00:08:34: Strategische oder auch taktische Entscheidungen brauchen Kriterien
00:08:38: zum Marktpotenzial, Risiko, Ressourcenbedarf oder
00:08:44: strategische Passung.
00:08:46: Erst mit idealerweise messbaren Kriterien kann eine Gruppe wirklich vergleichen.
00:08:52: Und drittens muss der Moderator oder die Moderatorin Priorisierung sichtbar machen.
00:08:59: Gerade bei strategischen Themen müssen Optionen sichtbar
00:09:03: gegeneinander abgewogen werden.
00:09:05: Typische Methoden sind zum Beispiel Entscheidungsmatrix oder Impact oder
00:09:11: Effort Matrix, Portfolio-Darstellungen oder sogenannte Dot-Votings.
00:09:17: Damit reduzierst du ineffiziente Diskussionen.
00:09:21: Alle Phasen sollten übrigens timegeboxt sein.
00:09:23: Das heißt, du solltest für jede Phase ein bestimmtes Zeitkontingent eingeteilt
00:09:28: haben, das du natürlich auch der Gruppe mitteilst.
00:09:32: Manchmal kann es sein, dass die Leute länger diskutieren wollen, aber lass
00:09:36: dich da nicht zu sehr darauf ein.
00:09:38: Meistens dreht man sich nach einer bestimmten Zeit im Kreis und es kommt
00:09:42: nichts weiter Nützliches dabei raus.
00:09:45: Wichtig ist es auch, dass alle Beteiligten zu Wort kommen und jede Person
00:09:50: eine ähnliche Redezeit hat.
00:09:52: Das ist eine der wichtigsten Funktionen der Moderation überhaupt.
00:09:56: Achte also bitte darauf und setz dich hier charmant, aber bestimmt, durch.
00:10:02: Okay, und jetzt gehen wir die sechs Phasen einer Prozessmoderation einmal
00:10:07: Schritt für Schritt durch.
00:10:09: 1.
00:10:11: Phase: Problem und Ziel klären.
00:10:14: Jede strategische Diskussion oder Entscheidungsfindung beginnt nicht mit
00:10:19: Meinungen, sie beginnt mit einer präzisen Frage.
00:10:23: Viele Meetings starten oft mit Vorschlägen oder Bewertungen.
00:10:27: Doch wenn das eigentliche Problem oder die Thematik gar nicht klar formuliert ist,
00:10:31: diskutieren Menschen über unterschiedliche Dinge.
00:10:35: Deshalb ist die erste Aufgabe einer Moderation, das Problem sichtbar machen.
00:10:41: Zum Beispiel: Welches Problem oder Thema wollen wir heute lösen?
00:10:45: Was genau wollen wir am Ende entschieden haben?
00:10:50: Ein guter Moderationssatz in dieser Phase lautet: Wenn wir heute
00:10:56: auseinandergehen, welche Entscheidung soll dann getroffen sein?
00:11:00: Diese Klarheit spart enorm viel Zeit.
00:11:02: Nutze dafür auch ruhig ein Flipchart oder Whiteboard, damit alle auch
00:11:06: visuell dabei sein können.
00:11:08: In der zweiten Phase geht es darum, Informationen zu sammeln.
00:11:12: Die zweite Phase ist eine Art gemeinsame Standortbestimmung.
00:11:16: Hier geht es noch nicht um Lösungen, sondern um Fakten.
00:11:20: Typische Fragen in dieser Phase sind: Was wissen wir bereits?
00:11:25: Welche Informationen fehlen uns noch?
00:11:27: Welche Perspektiven sollten wir berücksichtigen?
00:11:31: In vielen Meetings werden Fakten und Meinungen sehr schnell vermischt.
00:11:35: Eine gute Moderation hilft dabei, diese beiden Dinge zu trennen,
00:11:41: denn Entscheidungen werden besser, wenn zunächst ein gemeinsames
00:11:44: Verständnis der Situation entsteht.
00:11:48: In Phase 3 geht es darum, Optionen zu entwickeln.
00:11:52: Erst nachdem das Problem klar ist und Informationen gesammelt wurden, beginnt
00:11:57: die Phase der Lösungsentwicklung.
00:12:00: Hier werden mögliche Optionen gesammelt.
00:12:03: Wichtig ist dabei, zunächst breit zu denken.
00:12:06: Typische Fragen hier sind: Welche Optionen haben wir?
00:12:11: Was wäre ein möglicher Ansatz?
00:12:13: Welche Alternativen sehen wir?
00:12:16: Diese Phase ist bewusst kreativ angelegt, doch auch hier gibt es eine wichtige
00:12:24: Moderationsregel: Ideen zunächst sammeln und nicht sofort bewerten oder abwerten.
00:12:29: Denn wenn Vorschläge zu früh kritisiert werden, entstehen weniger Optionen.
00:12:33: Ist ja klar.
00:12:35: Die vierte Phase, Optionen bewerten, ist im Executive-Meeting besonders wichtig.
00:12:42: Jetzt beginnt die eigentliche Strategiearbeit.
00:12:45: Die gesammelten Optionen werden systematisch bewertet.
00:12:50: Hier ist ein Schritt besonders wichtig: Die Entscheidungskriterien
00:12:54: sichtbar machen.
00:12:55: Zum Beispiel, welche Option zahlt am stärksten auf unsere Strategie ein?
00:13:01: Welche Risiken entstehen?
00:13:03: Welche Ressourcen benötigen wir?
00:13:07: In vielen Strategie-Meetings fehlen diese Kriterien.
00:13:10: Mach du diesen Fehler nicht.
00:13:13: Wenn diese Kriterien fehlen, dann entsteht eine Diskussion, in der jede Perspektive
00:13:18: gleich stark wirkt und Entscheidungen sehr schwer fallen.
00:13:23: Kriterien helfen also dabei, die Diskussion zu versachlichen.
00:13:28: Nun geht es in der fünften Phase darum, eine Entscheidung zu treffen.
00:13:33: Hier liegt der kritischste Punkt vieler Meetings.
00:13:36: Es wird diskutiert, aber nicht entschieden.
00:13:39: Deshalb braucht jede strategische Moderation eine klare Frage:
00:13:44: Welche Option wählen wir?
00:13:46: Ebenso wichtig ist die Klärung, wer entscheidet?
00:13:49: Falls das vorher noch nicht klar war, muss es spätestens jetzt geklärt werden.
00:13:54: Ist es eine Konsensentscheidung der Gruppe, eine Mehrheitsentscheidung oder
00:13:59: entscheidet am Ende eine der Führungskräfte?
00:14:03: Wenn diese Frage nicht geklärt ist, entstehen häufig endlose Diskussionen.
00:14:08: Eine gute Moderation sorgt dafür, dass eine Entscheidung sichtbar und
00:14:13: nachvollziehbar getroffen wird.
00:14:16: Danach werden in Phase 6 die Maßnahmen festgelegt.
00:14:20: Diese letzte Phase wird oft unterschätzt, aber sie entscheidet darüber, ob eine
00:14:25: strategische Diskussion tatsächlich Wirkung entfaltet.
00:14:30: Eine Entscheidung ist natürlich nur dann wertvoll, wenn sie auch von allen
00:14:33: Beteiligten umgesetzt wird und getragen wird.
00:14:37: Eine gute Moderation endet deshalb immer mit konkreten Vereinbarungen.
00:14:42: Typische Fragen, die du hier stellen kannst, sind: Welche nächsten Schritte
00:14:46: ergeben sich aus der Entscheidung?
00:14:49: Wer übernimmt welche Aufgabe und bis wann?
00:14:54: Die klassische Formel lautet: Wer macht was bis wann?
00:14:58: Erst dann wird aus einer Diskussion ein Fortschritt.
00:15:02: Das Ganze bitte dann auch noch dokumentieren.
00:15:05: Damit stärkst du die Verbindlichkeit.
00:15:08: Tja, diese sechs Schritte geben dir ein gutes Gefühl, damit ein Entscheidungs-
00:15:13: oder Strategie-Meeting mit deinen Führungskolleginnen und
00:15:17: Kollegen erfolgreich wird.
00:15:19: Jetzt gibt es noch einen kleinen Bonus-Absatz zum Schluss,
00:15:24: warum strategische Meetings nämlich häufig scheitern.
00:15:27: Da gibt es ein paar Gründe dafür.
00:15:29: Wenn man ineffiziente Meetings analysiert, dann zeigen sich oft typische Muster.
00:15:36: Die Moderationsphasen werden durcheinandergebracht.
00:15:39: Menschen diskutieren Lösungen, obwohl das Problem noch gar nicht klar ist.
00:15:44: Oder sie bewerten zweitens Ideen, bevor überhaupt Optionen gesammelt wurden.
00:15:50: Und drittens wird manchmal auch sehr lange diskutiert, ohne jemals bewusst in
00:15:55: die Entscheidungsphase zu wechseln.
00:15:57: Hier hilft es, wie ich es weiter vorne schon erwähnt habe, eine
00:16:01: klare Zeitvorgabe zu geben.
00:16:04: Professionelle Moderation schafft hier vor allem Struktur im Denken einer Gruppe.
00:16:10: Dazu braucht es einen guten Plan und auch Durchsetzungsstärke.
00:16:15: Nicht jeder Vielredner lässt sich hier leicht einfangen.
00:16:18: Da braucht es manchmal auch eine klare Kante, auch wenn die Plaudertasche
00:16:23: dann eingeschnappt ist.
00:16:24: Die Gruppe ist dankbar, wenn die Moderation hier eingreift und
00:16:28: wieder die Führung übernimmt.
00:16:30: Vielleicht beobachtest du in deinem nächsten Meeting einmal
00:16:33: ganz bewusst diesen Prozess.
00:16:35: In welcher Phase befindet sich eure Diskussion gerade?
00:16:39: Sammelt ihr Informationen oder entwickelt ihr schon Optionen
00:16:43: oder versucht ihr bereits zu entscheiden?
00:16:46: Allein diese Beobachtung verändert die Qualität von Meetings enorm.
00:16:52: Professionelle Moderation bedeutet nicht mehr zu reden.
00:16:56: Professionelle Moderation bedeutet, Gespräche so zu strukturieren, dass aus
00:17:01: Diskussionen tatsächlich Entscheidungen entstehen und zwar planbar und effizient.
00:17:08: Genau das ist eine der wichtigsten Fähigkeiten moderner Führung und es ist
00:17:12: ein enormer Erfolgsfaktor auch für dein Unternehmen.
00:17:17: Ich wünsche dir dabei viel Erfolg und ich freue mich, wenn ich dich dabei
00:17:21: tatkräftig unterstützen kann.
00:17:23: Melde dich gern bei mir.
00:17:25: Lass uns gemeinsam deine Meetings auf das nächste, noch effizientere
00:17:30: Level heben, deine Silvia.
00:17:37: (Musik) Professionell auftreten, das wars wieder.
00:17:39: Danke, dass du dabei warst.
00:17:41: Weitere Informationen zum Podcast und die Shownotes findest du auch auf
00:17:45: meiner Webseite pitz-coaching.
00:17:47: de.
00:17:49: Schau gern mal auch bei LinkedIn Learning vorbei.
00:17:52: Es gibt hier drei Videotutorials zum Thema.
00:17:56: Die Links findest du in den Shownotes. Viel Erfolg.
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