#65 Nachhaltig verändern statt kurzfristig beeindrucken

Shownotes

Warum scheitern so viele gute Vorsätze – obwohl Wissen, Motivation und sogar Training vorhanden sind?

Veränderung klingt logisch. Doch im Alltag greifen wir wieder auf alte Muster zurück – auch in unserer Kommunikation und in unserem Auftritt. Genau hier setzt mein Gespräch mit Prof. Dr. Axel Koch an.

Wir sprechen darüber, warum nachhaltige Veränderung so schwierig ist, was „Transferstärke“ wirklich bedeutet und weshalb gerade Führungskräfte verstehen sollten, wie Verhalten dauerhaft verankert wird.

Denn professionelles Auftreten entsteht nicht durch einmalige Impulse, sondern durch konsequente Umsetzung im Alltag: im Meeting, im Feedbackgespräch, auf der Bühne oder vor der Kamera.

Wie gelingt es also, neue Kommunikationsmuster wirklich zu leben? Wie wird aus einem guten Training eine sichtbare Veränderung im Auftritt? Und was unterscheidet kurzfristige Motivation von echter Wirksamkeit?

Ein fundiertes, praxisnahes Gespräch für alle, die nicht nur gut wirken wollen – sondern nachhaltig professionell auftreten möchten.

Shownotes:

Axels Webinar "Maximale Veränderungswirkung erzielen"

Axel Kochs Bücher

Zum Buch "Change mich am Arsch"

Axel Koch auf LinkedIn

Webseite von Silvia Pitz

Silvia Pitz auf LinkedIn

LinkedIn Learning Kurse von Silvia

Transkript anzeigen

00:00:03: (Musik) Herzlich willkommen zu "Professionell auftreten", dein

00:00:07: Podcast für die gelungene Präsentation.

00:00:10: Souverän, glaubwürdig und begeisternd auftreten, deine Botschaft

00:00:14: zielsicher anbringen.

00:00:15: Mit Leichtigkeit Lampenfieber, kritische Fragen und andere Stolpersteine

00:00:20: überwinden, darum gehts.

00:00:23: Ich bin Silvia B.

00:00:24: Pitz und freue mich auf dich. Herzlich willkommen!

00:00:33: Ja, stell dir vor, Veränderung wäre keine Bedrohung, sondern deine

00:00:37: stärkste Ressource.

00:00:39: Etwas, das du gezielt trainieren und nachhaltig gestalten kannst.

00:00:43: Mein heutiger Gast ist einer der gefragtesten Experten, wenn es darum geht,

00:00:47: Wandel wirklich in die Praxis zu bringen.

00:00:50: Professor Dr. Axel Koch.

00:00:53: Er ist nicht nur Professor für Training und Coaching, sondern vor allem der

00:00:57: führende Veränderungspsychologe im deutschsprachigen Raum.

00:01:01: Seine preisgekrönte Transferstärke-Methode gilt als Gamechanger für nachhaltigen

00:01:08: Lerntransfer in Unternehmen und darüber hinaus.

00:01:11: Axel Koch weiß, die meisten scheitern nicht am Was der

00:01:15: Veränderung, sondern am Wie.

00:01:18: Wie wir das besser machen können und was das konkret für dich bedeutet,

00:01:22: das besprechen wir heute.

00:01:24: Ich freue mich ganz besonders, dass Axel Koch heute Zeit für uns gefunden hat.

00:01:29: Hallo Axel, ich freue mich, dass du bei "Professionell auftreten"

00:01:33: heute mit dabei bist. Herzlich willkommen!

00:01:35: Ja, hallo Silvia, grüße dich.

00:01:37: Schön, dass du dir Zeit nimmst. Gerne.

00:01:40: Gab es für dich denn eigentlich einen Schlüsselmoment, der deine Begeisterung

00:01:44: für die nachhaltige Veränderung bewirkt hat?

00:01:47: Und was hat dein Schwiegervater damit zu tun?

00:01:52: Ja, der erste Schlüsselmoment ist, dass ich auch seit vielen Jahren im

00:01:56: Bereich Training unterwegs bin.

00:01:57: 30 werden es mittlerweile oder sind schon drüber.

00:01:59: Und ich natürlich auch, wie viele Trainerinnen und Trainer, auch über die

00:02:03: Jahre immer wieder gemerkt habe, na ja, wir hätten gern, dass die Leute hinterher

00:02:07: mehr umsetzen, gerade wenn man sie wieder trifft.

00:02:09: Und der Schlüsselmoment jetzt für die Idee war tatsächlich ein Buch, was ich 2008 auf

00:02:14: den Markt gebracht hatte, das heißt "Die Weiterbildungslüge".

00:02:17: Und da war sozusagen der Aufhänger, zu sagen: Mensch, wir merken, die Leute

00:02:21: setzen nicht so viel um und kann man es nicht noch besser machen?

00:02:24: Gibt es nicht noch eine eigene Lösung?

00:02:26: So, und was der Schwiegervater nun damit zu tun hat, ist ganz einfach.

00:02:29: Mein Schwiegervater ist Botaniker, der hat mal einen Botanischen Garten geleitet,

00:02:33: als ich den mal erstmalig kennengelernt habe, weil irgendwann hast du da eine

00:02:37: Freundin, in Osnabrück habe ich sie kennengelernt, und dann, ja, triffst du

00:02:41: irgendwann mal die Eltern und dann habe ich gedacht, oh, wie wird das werden?

00:02:45: Und ich wusste halt von meiner heutigen Frau, die damals noch die Freundin war,

00:02:49: dass sie gesagt hat: Na ja, der Vater hat ihren Töchtern immer mit auf den Weg

00:02:53: gegeben: Liebe Mädels, bitte bringt mir nicht mit nach Hause.

00:02:57: Naja, und dann hat er gesagt, erstens überhaupt nicht, ist

00:03:00: aber nicht zitatfähig.

00:03:01: Zweitens schon gar nicht, noch was Schlimmeres, also kann sich jeder seine

00:03:05: eigene Phantasie machen und drittens, niemals einen Psychologen.

00:03:10: Und da wusste ich, oh Gott, hätte ich mal was anderes studiert.

00:03:15: Sehr gut (lacht).

00:03:15: Genau, und dann haben wir uns halt getroffen und dann sind wir- haben uns

00:03:19: ganz gut verstanden und dann sind wir in den Teutoburger Wald damals.

00:03:23: Ja, und dann ging das so: Axel, schau mal da.

00:03:25: Und dann sprang er in die Büsche und sagte: Guck doch mal, der wilde Klee!

00:03:29: Und da drüben, die Knöllchen und, ah, guck!

00:03:31: Ah, toll, diese- und dann ging das die ganze Zeit so und ich so: Hä?

00:03:37: Bisher habe ich nur Unkraut gesehen.

00:03:38: Und er hat mir wirklich gezeigt, was da alles gedeiht auf der Wiese.

00:03:42: Und im Grunde ist das so ein bisschen für mich die Idee.

00:03:44: Ich möchte Menschen über die Blumenwiese der Veränderungspsychologie führen, damit

00:03:49: sie dort die Dinge sehen, die man sonst nicht sieht und weiß, so wie mir

00:03:53: das ging mit den richtigen Pflanzen.

00:03:55: Ja, wunderbare Story. Dankeschön, Axel.

00:03:57: Ja, das ist auch eine sehr schöne Analogie, die ja immer hilft, auch

00:04:01: Sachverhalte besser zu verstehen.

00:04:03: Wunderbare Analogie mit der Blumenwiese, die man verstehen kann und die

00:04:08: weiter blühen darf, in dem Fall. Genau.

00:04:10: Ja, sehr schön. Dankeschön dafür.

00:04:12: Wie würdest du denn in drei Sätzen oder vielleicht sind es auch vier (lacht),

00:04:17: mal diese Transferstärke erklären?

00:04:20: Und warum ist sie heute wichtiger denn je?

00:04:23: Also man weiß sehr genau, dass Menschen dann was umsetzen, wenn sie motiviert sind

00:04:29: und entschlossen, wirklich einen Vorsatz umzusetzen.

00:04:32: Wo man aber jetzt so im normalen Alltag überhaupt gar nicht drauf schaut, ist das,

00:04:35: was die Psychologie Volition nennt, also was Menschen für Skills, für

00:04:41: Selbststeuerungsfertigkeiten, für Haltungen brauchen, um wirklich die

00:04:44: Strecke zu schaffen, die es braucht, damit sich eine neue Gewohnheit auch bildet.

00:04:49: Und ich habe halt mit meiner- mit meinem Transferstärke-Modell im Grunde genommen

00:04:53: die Dinge zusammengefasst, die man schon aus einer Forschung weiß.

00:04:57: Warum Menschen wirklich diese Strecke schaffen und diese Skills, die

00:05:00: habe ich Transferstärke genannt.

00:05:02: Also das ist das, was Menschen draufhaben, die veränderungsstark sind.

00:05:07: Und in Zeiten, wo wir jetzt viel Wandel und Veränderungen in der Welt haben und

00:05:10: das Veränderungstempo immer größer wird, ja, da ist es noch umso wichtiger im

00:05:15: Grunde zu wissen, wie Veränderung funktioniert und wie wir es schaffen

00:05:19: können, die Dinge umzusetzen.

00:05:21: Und deswegen hat es natürlich noch eine größere Bedeutung,

00:05:23: dieses Selbstempowerment.

00:05:25: Wie mache ich Leute stark für Veränderung?

00:05:28: Absolut.

00:05:28: Also das interessiert meine Hörerinnen und Hörer sicher auch.

00:05:31: Sind ja viele Führungskräfte dabei, die sich dann überlegen, Mensch, wir haben

00:05:34: schon wieder einen Change vor der Brust, wie kann ich das nur machen, ja?

00:05:38: Erst mal noch, warum scheitern denn so viele Veränderungsprojekte

00:05:43: schon kurz nach dem Start?

00:05:45: Was ist denn da so deine Erklärung dafür?

00:05:47: Trotz bester Absicht natürlich.

00:05:50: Also ein Punkt ist, dass in der Regel zu viel, zu schnell auf einmal gewollt wird.

00:05:56: Und die Psychologie spricht da vom False-Hope-Syndrom.

00:05:58: Also so wirklich tatsächlich ein Phänomen, was beschrieben wird, kommt aus der

00:06:02: Gesundheitspsychologie und kann man sich gut vorstellen.

00:06:06: Also wenn man jetzt dünner werden will, dann hat man ja oft so- denkt man,

00:06:10: ah, vielleicht eine Diät und dann kaufen die Leute ja dieses

00:06:14: Diätmittel, weil sie sagen, ah, da steht sieben Tage, sieben Kilo und dann

00:06:16: sind sie alle total geflasht.

00:06:18: Ja, genau wie die Abnehmspritze, geht sofort ab.

00:06:21: Blöderweise ist aber unser Gehirn so, dass Gewohnheiten dort stabile

00:06:25: Nervenautobahnen sind.

00:06:27: Wie so ein Maschendrahtzaun stelle ich mir das immer vor.

00:06:29: Das heißt, das baust du nicht mal eben um.

00:06:32: Dieser Mismatch im Grunde, das ist so ein Fehler, der passiert, dass wir im Grunde

00:06:36: genommen auf der einen Seite Veränderungstempo haben und gleichzeitig

00:06:39: aber ein Gehirn, was auf eine bestimmte Weise funktioniert, nämlich es braucht

00:06:43: Zeit, bis sich neue Dinge dort etablieren.

00:06:46: Und es braucht sicherlich auch Mühe und viel Spucke, wie man so schön

00:06:50: sagt, ja (lacht), dass man das-

00:06:52: In die Hände spucken musst du auch noch-

00:06:53: Auch noch wahrscheinlich, ja, genau. Ja, ja.

00:06:55: Und das will ja keiner, ja.

00:06:57: Ja, das ist genau das, ja. Das will ja keiner.

00:06:59: Also deswegen, wir wollen ja eigentlich die Veränderungspille.

00:07:03: Ja, ja, genau, genau. Die hast du aber nicht für uns, oder?

00:07:07: Na, ich habe darüber nachgedacht, ob ich eine entwickle.

00:07:10: Ich arbeite dran (lacht).

00:07:12: Aber Spaß beiseite.

00:07:13: Ich weiß gar nicht, ob wir das wollten.

00:07:15: Weil stell dir mal vor, wir könnten wirklich so eine Pille nehmen.

00:07:19: Wir denken dann, ah ja, dann müsste ich das und das verändern.

00:07:23: Du bist Konfliktvermeider, nimmst das, und plötzlich bist du, sagen

00:07:26: wir mal, konfliktfreudig.

00:07:28: Wenn es sozusagen von 0 auf 100 ginge, bei all den Themen, die Menschen wollen, dann

00:07:33: hast du irgendwann, glaube ich, ein Problem.

00:07:34: Nämlich wie findest du die richtige Dosis?

00:07:36: Was passiert, wenn jeder so ein Ding nimmt für alles, was er gern möchte?

00:07:40: Also ich glaube nicht, dass wir das wirklich wollen.

00:07:42: Ja, das könnte eine dystopische Welt sein dann, in der wir leben.

00:07:47: Möglicherweise, ja.

00:07:48: Wenn wir alle das können sofort, was wir wollen (lacht).

00:07:51: Könnte schwierig werden. Total der Wahnsinn.

00:07:53: Aber es gibt ja die einen, wo man denkt, Veränderung ist gut.

00:07:56: Die anderen denken, nee, die Veränderung ist schlecht.

00:07:58: Und das macht ja auch so ein bisschen das Besondere aus,

00:08:01: dass wir viel Streit darüber in der Wirtschaft und Gesellschaft erleben, wo

00:08:04: man sagen kann, ist das jetzt eine gute oder eine schlechte Veränderung?

00:08:07: Ja.

00:08:08: Das ist ja immer der Streit darüber, das ist klar.

00:08:11: Genau. In Unternehmen ist es ähnlich.

00:08:13: Du hast auch diese Transferstärke-Methode jetzt nicht direkt patentiert, aber du

00:08:20: nennst das dein Eigen auf jeden Fall.

00:08:21: Du bietest da auch Vorträge, Analysen, Beratungen an, Trainings und Coachings und

00:08:26: auch eine spezielle Ausbildung, die sogenannte Ausbildung als

00:08:30: Transferstärke-Coach bietest du an?

00:08:33: Was kann man sich denn unter dieser Ausbildung vorstellen, Axel?

00:08:37: Genau.

00:08:37: Also Transferstärke-Methode, Transferstärke-Modell ist tatsächlich

00:08:41: eine Wortmarke, die auch entsprechend angemeldet ist.

00:08:44: Ah doch, ja, immerhin. Ja, genau.

00:08:46: Und auch Transferstärke-Coach.

00:08:48: Also das ist sozusagen fixiert.

00:08:50: Und die Grundidee der Transferstärke-Methode ist, dass die Leute

00:08:54: erst mal überhaupt eine Rückmeldung kriegen, wie sie in ihrer

00:08:57: Transferstärke aufgebaut sind.

00:08:59: Und dazu habe ich halt einen Test entwickelt auf der Basis des Modells.

00:09:03: Und so kriege ich mit 10, 15 Minuten Aufwand, sehr schnell eine Rückmeldung, wo

00:09:08: ist im Grunde mein Spielraum, meine Veränderung zu stärken oder meine

00:09:12: Veränderungskompetenz zu stärken?

00:09:14: Und das ist auch tatsächlich der Punkt, weil die meisten Leute haben ein Gefühl

00:09:17: darüber, was sie vielleicht können oder nicht können.

00:09:20: Also so ein Gefühl, ich bin gut oder schlecht, aber sie wissen

00:09:23: nicht, wo sie anpacken können.

00:09:24: Das öffnet quasi- das öffnet quasi dieser Test als Blickfeld.

00:09:29: Und die Systematik, die Methode, ist im Grunde genommen,

00:09:33: wie kann ich mit diesem Wissen aus der Veränderungspsychologie arbeiten?

00:09:36: Wie wende ich das auf meine Veränderungsthemen an?

00:09:39: Und das ist auch die Leitidee der Transferstärke-Coach-Ausbildung.

00:09:43: Das heißt, bei mir kommen besonders Leute, die auf der einen Seite die

00:09:46: wissenschaftliche Fundiertheit mögen, also die wollen wirklich Fundament.

00:09:51: Und das kriegen sie bei mir, weil nämlich in dem Transferstärke-Modell 18 Konzepte

00:09:56: drin stecken, die so aus der Veränderungspsychologie, aus der

00:10:00: Lerntransfer-Forschung, aus der Therapieforschung, sozusagen destilliert

00:10:04: in dem Modell sich widerspiegeln.

00:10:06: Also dieses Fundament und der Ablauf dieser Fortbildung ist einmal eine

00:10:11: Selbsterfahrung, nämlich selbst zu spüren, wie es ist, die eigene Transferstärke zu

00:10:16: stärken und gleichzeitig da mit Übungskandidaten zu arbeiten, so dass sie

00:10:20: das, was sie bei sich selbst erlebt haben, mit anderen machen.

00:10:23: So, und das dauert im Prinzip so ein halbes Jahr, so ein knappes, weil es ja

00:10:28: wirklich um diesen prozessualen Verlauf geht.

00:10:30: Also wir wünschen uns ja auf Knopfdruck sofort Veränderung, das tut es ja nicht.

00:10:34: Damit man wirklich diesen Verlauf auch merkt, bei sich selbst und bei anderen,

00:10:38: was es bedeutet, Transferstärke zu lernen und Veränderungen umzusetzen.

00:10:42: Deswegen braucht es eine gewisse Zeit, das ist so der Kern dieser Ausbildung.

00:10:46: Und so schaffe ich im Grunde das Fundament, dass Menschen besser andere

00:10:49: begleiten und unterstützen können, Veränderung hinzubekommen.

00:10:53: Okay, das klingt spannend.

00:10:55: Das heißt, es wird dann an Wochenenden stattfinden.

00:10:58: Also zurzeit gibt entweder es als Einzelformat online, also das ist

00:11:03: dann natürlich die ideale Version, weil das sich so wirklich verzahnt zwischen den

00:11:07: Zeitkapazitäten, die man hat, sehr individuelles, sehr fokussiertes Lernen.

00:11:12: In Kürze gibt es das aber auch als Gruppenformat, wo man so

00:11:14: eine kleine Gruppe hat.

00:11:15: Momentan plane ich das als Onlineveranstaltung, weil doch immer mehr

00:11:20: so das Thema ist, Leute wollen nicht mehr so viel reisen und wenn sie irgendwie

00:11:23: verstreut in der DACH-Region sind, ist es vielleicht leichter das online zu machen

00:11:28: und auch die Portionen sind kleiner.

00:11:30: Man muss nicht so viel auf einmal machen.

00:11:31: Genau, aber das ist jetzt gerade so im werden, dieses Gruppenformat.

00:11:36: Okay, okay, interessant.

00:11:37: Am besten einfach mal anfragen, wer sich dafür interessiert.

00:11:40: Auch das ist ja so im Wachstum und Gedeihen.

00:11:43: Also es lohnt sich immer, die Frage zu stellen, oder ich habe auch so ein

00:11:46: Webinar-Format, wo man mich kennenlernen kann, wo man das Konzept

00:11:50: kennenlernen kann.

00:11:50: Gibt es einmal im Monat auf der Website zu finden.

00:11:52: Das ist so die einfachste Form bei Kontakt.

00:11:54: Super, prima.

00:11:56: Wie wichtig ist es denn in der Transferphase oder in einer

00:12:00: Veränderungsphase überhaupt?

00:12:01: Ich habe ja selber auch als Coach und Trainerin viele Transfer- und

00:12:05: Veränderungsphasen begleiten dürfen.

00:12:07: Wie wichtig ist es denn deiner Meinung nach, dass das ganze gut von Anfang an

00:12:12: gut kommuniziert wird vom Management her?

00:12:15: Also es gibt, glaube ich, ein Phänomen, dass viele im Management sehr sach- und

00:12:20: vernunftsbezogen und logisch unterwegs sind.

00:12:23: Und das kann man, glaube ich, auch ganz gut nachvollziehen.

00:12:25: Weil du hast da eher Betriebswirte, Juristen, Maschinenbauingenieure,

00:12:29: Ingenieure.

00:12:30: Also ich sage mal auch, ITler, eher sachorientierte,

00:12:33: vernunftorientierte Menschen.

00:12:35: So, die Psychologie ist ja an verschiedenen Stellen genau das nicht.

00:12:38: Und deswegen ist da der größte Schmerz, weil immer die Leute denken, na

00:12:41: ja, ich habe es den Leuten gesagt.

00:12:43: Es ist eigentlich logisch.

00:12:44: Wer Ohren hat, der kann hören.

00:12:46: Also das ist auch ein bisschen die Haltung.

00:12:48: Und dann tun die Leute aber nicht so, und dann kommt die Psychologie ins Spiel.

00:12:53: Und eine Sache, an die zum Beispiel gar nicht gedacht wird, ist, dass manchmal die

00:12:57: Leute auch deswegen nicht handeln, weil es einen psychologischen

00:13:00: Gewinn gibt, nichts zu tun.

00:13:02: So, und wenn ich den aber nicht genau mir anschaue, was hält Leute auf der Stelle?

00:13:06: Was ist sozusagen emotionaler Nutzen, nichts zu tun?

00:13:09: Oder was sind vielleicht Erfahrungen, Einstellungen, die am Ende erst

00:13:15: mal die Klappe zugehen lassen?

00:13:16: Also der Klassiker ist ja immer, warum sollen wir was verändern?

00:13:18: Läuft doch.

00:13:19: Oder man scheut den Aufwand oder es gibt Angst oder es gibt Unsicherheit.

00:13:24: Also diese emotionale Seite wird oft ausgeblendet und dadurch

00:13:27: knirscht es dann auch.

00:13:27: Und dass- du sagst, das wird ein bisschen vernachlässigt, die psychologische

00:13:32: Seite an der Stelle.

00:13:34: Ja, es wird auch angenommen, jeder kann Veränderung.

00:13:37: Das ist die zweite Annahme.

00:13:39: Also die einfache Formel heißt immer, wenn er will, dann wird es schon gehen.

00:13:43: Wenn man sich das jetzt aber aus einer Psychologie, also in meiner Blumenwiese

00:13:47: der Veränderungspsychologie mal anschaut, dann ist das halt mehr als

00:13:50: Motivation, was da eine Rolle spielt.

00:13:52: Und nur weil- es ist nicht nur allein nur wollen, sondern es sind verschiedene

00:13:55: andere Dinge, die in dem Modell ja auch zusammengefasst sind.

00:13:58: Und mir geht es tatsächlich um Bewusstmachung und immer wieder das Thema

00:14:02: sichtbar zu machen, eben die Blumenwiese der Veränderungspsychologie.

00:14:06: Weil, na ja, die wenigsten haben gelernt, wie Veränderung geht.

00:14:10: Wir erwarten aber, dass es jeder kann.

00:14:12: Das wäre so ähnlich, als würde man von mir erwarten, ich könnte einen Toaster

00:14:15: reparieren, nur weil ich den Toast rausholen kann.

00:14:17: Ja, genau.

00:14:18: Es gibt so viele Irrtümer in unserer Gesellschaft und in unserem Menschsein.

00:14:22: Da gibt es, glaube ich, auch schon viele Bücher drüber.

00:14:25: Ja, lieber Axel, aber das ist eins, und ein wichtiger Irrtum, der da eben

00:14:30: heißt, wir können alle Veränderung.

00:14:32: Das ist aber nicht so, sagst du. Genau.

00:14:35: Ja, sag selbst, wo hast du es gelernt?

00:14:36: Ich meine, du bist jetzt Trainerin, Coach.

00:14:38: Du hast natürlich das irgendwo bewusst gelernt.

00:14:40: Aber ich merke halt zum Beispiel auch bei der Transferstärke-Coach-Ausbildung, da

00:14:43: habe ich sehr erfahrene Coaches, die irgendwie schon einen Reigen an

00:14:47: Ausbildungen haben und die sagen, das gibt noch mal eine Tiefe und eine Fundiertheit,

00:14:52: die sie in der Form so noch nicht erlebt habe.

00:14:53: Und das ist im Grunde ja das, was ich meine.

00:14:55: Es ist halt doch ein bisschen mehr als nur Motivation, die Veränderung schaffen.

00:15:02: Ich sage nicht, dass es einfach ist, aber man kann sich es leichter machen.

00:15:04: Und man kann vermeiden, in diese Irrwege zu laufen, die natürlich entstehen, wenn

00:15:09: ich denke, das muss ja schnell gehen.

00:15:11: Genau, und das muss ja schnell gehen, das muss einfach gehen.

00:15:14: Wie du schon sagst, mit der Abnehmspritze etc..

00:15:16: Das ist ja so ein Trend, dass alles schnell und leicht gehen muss.

00:15:19: Merkst du das auch in deinem Tun, dass die Menschen da so einen Anspruch haben?

00:15:26: Na ja, gut, wir lernen es natürlich.

00:15:28: Thema Aufmerksamkeitsökonomie, wie es so schön ja heißt.

00:15:31: Also wir sind immer weniger geneigt, ein Buch bis zu Ende zu lesen, ein

00:15:37: Video bis zu Ende zu sehen.

00:15:38: Alles, was nicht in drei Sekunden sich erschließt, sofort verstanden wird,

00:15:42: irgendwie einen triggert, ist schon langweilig.

00:15:45: So, ich glaube, das ist schon so ein Trend, der natürlich

00:15:47: Social Media-getrieben ist.

00:15:49: Und das macht natürlich schon den Punkt auf, wo man sagt, na ja, dann

00:15:54: denkt man halt, alles, was nicht schnell erfassbar ist, ist blöd.

00:15:58: Und natürlich ist der Wunsch, Komplexität zu reduzieren, einfache Lösungen zu

00:16:03: haben, so ein Wunschtraum der Menschen.

00:16:05: Deswegen sind natürlich auch Leute gefragt, die dann vereinfachen.

00:16:10: Das ist aber auch schon der Fehler.

00:16:12: Jetzt haben wir ja darüber gesprochen, dass es wichtig ist, auch zu kommunizieren

00:16:16: bei Veränderungsprozessen in Unternehmen.

00:16:19: Du bist ja selber jemand, der auch viele Vorträge hält.

00:16:22: Du hast wichtige Auftritte und so weiter, und mein Podcast heißt ja

00:16:25: "Professionell auftreten".

00:16:27: Axel, was machst denn du, wenn du auftreten musst, wenn du

00:16:31: auch kommunizieren musst?

00:16:32: Zum Beispiel eben auch Dinge, die vielleicht für das Publikum nicht

00:16:36: so angenehm zu verdauen sind.

00:16:39: Wie bereitest du dich denn da vor?

00:16:41: Also eine Sache ist, dass ich mir natürlich immer die Frage stelle,

00:16:43: wo hole ich die Menschen ab?

00:16:45: Also an welcher Stelle kann ich andocken?

00:16:47: Weil wenn ich gleich die Keule ziehe, finde ich, wie sollen die andocken?

00:16:52: Sondern natürlich erst mal an den Punkt hinzukommen, wo sie sagen, okay,

00:16:57: da kann ich dem erstmal folgen.

00:16:59: So, jetzt ist ja mein mein Anliegen, auch mit falschen Annahmen zur

00:17:03: Veränderung aufzuräumen.

00:17:04: Insofern ist die Botschaft, Weiterbildungslügen zu

00:17:07: enttarnen, die da draußen sind.

00:17:09: Und ich versuche das auf, also auf eine Infotainment-Art.

00:17:13: Das heißt, ich versuche- ich werfe zum Beispiel einen Gummigehirn durch die

00:17:17: Menschen, um das Thema Gehirn noch ein bisschen sichtbar zu machen.

00:17:19: Ich habe tatsächlich im Netz gefunden, eine Packung, da

00:17:23: steht Neustart-Pillen für Veränderung.

00:17:25: Also ich spiele mit diesem Gedanken, dass wir alle wünschen, dass Veränderung

00:17:30: ja doch cool wäre, wenn es eine Pille gäbe und geh dann ins Publikum und freue mich

00:17:35: dann, wenn einer Mut hat und sagt, er probiert die Pille und dann nimmt er die.

00:17:39: So eine schöne rote Pille, guckt.

00:17:42: Und ich sage dann, ja, schauen wir mal, was passiert denn?

00:17:44: Merken Sie schon was?

00:17:45: Und also ich spiele mit verschiedenen Bildern und mit verschiedenen

00:17:49: Equipments, um auf der einen Seite, das sag ich mal, auf eine lustige und lockere

00:17:54: Art sichtbar zu machen, aber auch mit solchen Dingen aufzuräumen und zu sagen,

00:17:59: na ja, wir lügen uns ja einen in die Tasche und da sollten

00:18:02: wir mal mit aufhören.

00:18:03: Also ich bin jetzt nicht der Typ, der, und die gibt es ja auch, der jetzt so radikal

00:18:08: da auf den Tisch haut, eine Bratpfanne durch die Gegend schwirrt.

00:18:11: Sondern ich versuche es in meiner Art wissenschaftlich fundiert mit einer

00:18:15: lockeren Komponente zu machen.

00:18:17: Und das ist so das, was die Leute auch immer sagen, Tiefgang mit

00:18:20: mit einer humorvollen Note.

00:18:22: Und das wundert manchmal die Leute, weil sie bei einem Professor wie mir immer

00:18:26: denken, jetzt müsste gleich Abstraktion kommen, jetzt müsste dir

00:18:29: gleich der Kalk rieseln und jetzt müssten gleich die Zahlen fliegen und die Leute in

00:18:33: tiefes Koma vor lauter Langeweile fallen.

00:18:36: Gott sei Dank ist das nicht der Fall (lacht), lieber Axel, ja.

00:18:38: Zumindest mein Ansinnen.

00:18:39: Es soll informieren, amüsieren und ein bisschen auch inspirieren,

00:18:43: ne, was ich so mache.

00:18:44: Ach, da schlägt mein Speakercoach-Herz ja wieder höher, wenn du das so erzählst.

00:18:48: Ja, wunderbar, das freut mich sehr.

00:18:50: Gibt es denn bei dir auch noch irgendwie das Thema Lampenfieber, wenn

00:18:54: du vor Publikum auftrittst?

00:18:55: Oder gibt es spezielle Zuschauer, Zuschauerinnen, wo du sagst, oh, da musste

00:19:00: ich mich jetzt besonders vorbereiten?

00:19:01: Und wenn ja, was machst du dann?

00:19:03: Es gibt natürlich auch immer so Vortragsprogramme, wo ich sage, die habe

00:19:06: ich jetzt schon doch öfter gemacht und viel daran rumgeschraubt, wo ich mit einer

00:19:10: gewissen Sicherheit sagen kann, dass sie ganz gut funktionieren.

00:19:13: Wenn ich jetzt ein neues- neues Programmablauf habe,

00:19:17: dann bin ich nun doch etwas nervöser, weil ich ja immer noch weiß, es gibt

00:19:21: wahrscheinlich noch Raum für Verbesserung.

00:19:23: Grundsätzlich ist aber diese Anspannung bei mir da nicht so, dass ich

00:19:26: dann quasi über dem Klo hänge.

00:19:28: Aber es ist schon so, ich merke diese Anspannung.

00:19:30: Ich kann dann meistens auch davor nicht so optimal schlafen die Nacht, wenns

00:19:35: dann meinetwegen ein Hotelzimmer ist.

00:19:36: Aber ich habe im Grunde genommen- ich habe mal bei einer Schauspielerin auch was

00:19:41: gelernt, was mir immer wieder sehr nützlich ist, nämlich

00:19:44: die hat mir so eine Idee gegeben, wie kommt man schnell und

00:19:47: präsent vorne auf die Bühne?

00:19:49: An diesem Anker halte ich mich fest und das, was die mir mal beigebracht hat, war,

00:19:53: dass wenn man da auf dem Platz ist, gibt es ja die Menschen, die noch nicht so

00:19:57: trainiert sind, die denken, oh Gott, jetzt muss ich nach vorne, jetzt schauen

00:20:00: mich alle an, will ich das wirklich?

00:20:02: Dann laufen die nach vorne, dann stehen die da und denken,

00:20:04: hoffentlich sieht mich keiner.

00:20:05: So, und du wirst es wissen, und der geneigte Hörer und Hörerin ja auch.

00:20:10: Da kommt keine Präsenz rüber.

00:20:11: Dann ist man eher so, na ja, hoffentlich geht er wieder.

00:20:14: Und die Schauspielerin hat mir eine schöne Idee mitgegeben.

00:20:17: Sie meinte, ja, wenn ich da hingehe, dann stell dir vor, ein jubelndes,

00:20:21: begeistertes Publikum.

00:20:23: Stell dir einen riesengroßen Raum vor.

00:20:24: Eine Wahnsinnspräsenz entwickelt sich dadurch und kommt vorne an und nimm

00:20:29: erstmal wirklich Kontakt auf, dass die Leute dich sehen.

00:20:32: Und diese Metapher vom jubelnden, begeisterten Publikum, die trägt mich ganz

00:20:36: gut, in einer Ruhe vorne anzukommen, meine ersten Worte zu wählen.

00:20:39: Und den Einstieg habe ich in der Regel auch schon so gut in mir drin, dass

00:20:43: ich mich daran erstmal festhalten kann.

00:20:44: Und der Rest ergibt sich dann wunderbar.

00:20:47: Sehr schöne Idee. Ja, absolut.

00:20:49: Und auch ganz wichtig, was ich auch immer wieder sage in meinen Speaker-Coachings.

00:20:53: Einstieg soll ein- wirklich so ein Attention-Bringer sein, der

00:20:58: die Aufmerksamkeit bringt.

00:20:59: Und für den Redner, für die Rednerin selber ist es gut, weil wie du sagst, dann

00:21:02: habe ich schon mal den Einstieg, den habe ich schon mal für mich im Kopf und

00:21:05: dann geht es auch wirklich gut weiter. Ja, perfekt.

00:21:08: Wunderbar.

00:21:08: Ja, und ich arbeite halt wirklich gern mit so Equipment.

00:21:11: Also jetzt gibt es ja manchmal Vorträge, eher so in Richtung Change, Veränderung.

00:21:16: Dann gibt es ja auch manche in Richtung Lerntransfer-Förderung und

00:21:19: eine Idee, die mir irgendwann eingefallen ist, dass ich nach vorne komme

00:21:23: und so ein Glas hochhalte.

00:21:25: Und da ist so eine schwarze Substanz drin und dann klappe ich das auf.

00:21:29: Und dann sage ich: Das ist die Asche.

00:21:32: Dann gehe ich mit dem Löffel rein, hole es raus, lass die Asche so

00:21:35: ein bisschen rieseln.

00:21:36: Sag, das ist die Asche, nicht von meiner Oma, sondern das ist die Asche von dem

00:21:40: verbrannten Geld in der Weiterbildung.

00:21:42: So, das gibt dann auch natürlich noch mal einen entsprechenden- also man hat schnell

00:21:47: sozusagen einen Aufmerksamkeitszugang und ich muss mich immer nur wieder daran

00:21:51: erinnern, dass ich es in Ruhe und langsam mache, das ist so meine Challenge,

00:21:55: damit der Effekt gut funktioniert.

00:21:57: Es ist jedes Mal wieder eine Konzentrationsleistung, sich klar zu

00:22:00: werden, Achtung, worauf kommt es an, dass ich mir den Gag nicht kaputt mache?

00:22:04: Genau, genau. Ja, super Einstieg, jawoll!

00:22:07: Das ist so ein richtiger Wow-Einstieg, und der die Aufmerksamkeit bringt.

00:22:11: Super. Axel, gefällt mir, ja, wunderbar.

00:22:13: Hoffentlich wird er jetzt nicht geklaut, vielfach.

00:22:15: Nein, aber es ist ja dein Thema (lacht).

00:22:17: Weißt du, wieviel Menschen schon Gehirne werfen.

00:22:19: Aber es gibt nur eine Veränderungsdurchführung, glaube ich.

00:22:22: Ja, das hält sich wahrscheinlich in engen Grenzen (lacht).

00:22:24: Ja, super.

00:22:27: Ich hatte tatsächlich, kurze Randbemerkung, neulich hatte ich eine

00:22:30: Vortragsanfrage, da habe ich gesagt, ja, ich bringe Gehirn mit.

00:22:32: Dann meinte dann die, die angefragt hatte, sie würde das auch erwarten (lacht).

00:22:37: Sie hat es irgendwie schon vorher gesehen.

00:22:40: (lacht) Ja, du, ich habe ja viel mit Medizinerinnen und Medizinern auch zu tun.

00:22:43: Und die bringen manchmal tatsächlich auch wirklich, ja, Präparate mit, die

00:22:47: dann angeschaut werden müssen.

00:22:49: Und so abwegig ist das ja nicht, dass man wirklich ein Gehirn in

00:22:52: Formaldehyd dann mitbringt.

00:22:53: Ja, das sollte man natürlich nicht rumwerfen im Publikum.

00:22:57: Nee, bei mir ist es so ein Glas und das ist so ein rosa, so ein fleischfarbenes

00:23:02: Gehirn, habe ich in einem Horrorshop irgendwie gefunden.

00:23:05: Und wenn ich das hochhalte, das ist halt so ein Glas, dann schraube ich es auf und

00:23:08: sage: Ich habe Ihnen hier extra noch mal eins mitgebracht.

00:23:11: Ich war noch mal draußen vor der Tür, haben Sie Glück gehabt, da war

00:23:13: einer halt nicht schnell genug weg.

00:23:15: So, und dann hole ich es halt raus und erzähle immer, das es die Konsistenz von

00:23:19: so einer Nacktschnecke hat, so eine braune Nudge.

00:23:22: Yikes.

00:23:22: Wenn ich den Ekelfaktor genügend bemüht habe, dann schmeiß ich

00:23:25: es halt in die Menge.

00:23:27: (lacht) Das ist auch gut, weil- I like it, wirklich.

00:23:30: Ja, das ist so toll, Axel.

00:23:31: Ja, damit hast du die Aufmerksamkeit, definitiv, ja.

00:23:34: Und auch einen gewissen Faktor, so oh, was kommt denn jetzt noch?

00:23:38: Ja, aber die Leute sind dann aufmerksam, definitiv (lacht).

00:23:42: Ja.

00:23:43: Wir wollen weiter beim Thema machen.

00:23:45: Wenn wir dich schon mal da haben in der Runde, dann wollen wir natürlich auch noch

00:23:48: mal wissen von dir, was ist denn der Unterschied zwischen, jetzt kommen zwei

00:23:52: Fachbegriffe aus deiner Welt, Transfermotivation und Transferstärke?

00:23:58: Wir haben ja schon ein bisschen über Motivation und Transferstärke gesprochen.

00:24:02: Und du hast auch gesagt, Motivation reicht allein oft nicht aus.

00:24:06: Aber warum ist das denn so?

00:24:08: Sehr verschiedene Prozesse.

00:24:10: Also wenn man jetzt wirklich so in der Psychologie schaut, unterscheidet

00:24:14: die Psychologie einmal Motivation und das so quasi, nennen wir es mal die Energie,

00:24:19: oder auch die Auswahl, die du triffst für ein Thema.

00:24:22: So, also ich bin motiviert, aus einer bestimmten Wahlmöglichkeit,

00:24:26: eine auszuwählen.

00:24:28: Das ist wie beim Marathon.

00:24:29: Ich entscheide mich, Marathon zu laufen.

00:24:31: Das ist die Auswahl, wo ich sage, ja, ich sehe da irgendwie einen Leuchtturm,

00:24:33: warum ich das tun möchte.

00:24:35: Da ist eine Energie, da ist ein Wille, dass ich wirklich da auch dran arbeiten

00:24:38: will und Zeit investieren möchte.

00:24:41: Und Entschlossenheit und- oder ein Leidensdruck, wenn halt die

00:24:45: Motivation eher in die Richtung geht.

00:24:46: So, und dann kommt der zweite Prozess, nämlich was hält mich auf dem Weg?

00:24:50: Wenn man es am Beispiel des Marathons nimmt, dann läuft der Mensch ja Marathon

00:24:54: und hat 42 Kilometer oder sowas vor Augen.

00:24:58: Und dann braucht er ja Dinge, die ihn weiterlaufen lassen, auch wenn es ihm

00:25:02: schwer wird, wenn er keine Lust hat, wenn irgendwelche Ablenkungen

00:25:04: kommen und Ähnliches.

00:25:06: So, und dieses was dann- diese andere Fähigkeit oder der andere Skillset ist

00:25:10: das, was die Volition nennt, die Psychologie.

00:25:13: So, und diese zwei verschiedenen Prozesse macht erstmal Sinn zu trennen.

00:25:17: Das habe ich als Ausgangspunkt für meinen Transferstärkekonzept genommen und gesagt,

00:25:21: okay, was sind denn Dinge, die Menschen brauchen für die volitionale Leistung?

00:25:27: Kannst du das noch mal erklären, den Begriff Volition, was das genau bedeutet?

00:25:31: Also wenn man da nochmal das Beispiel des Marathonlaufs nimmt, dann ist das: Ich

00:25:36: bleibe auf dem Weg und laufe bis zum Schluss durch, auch wenn mich

00:25:39: rechts und links irgendwas ablenkt.

00:25:40: Wenn mir mal der Fuß weh tut, wenn ich mal keinen Bock habe, dann

00:25:44: bleibe ich auf dem Weg.

00:25:45: So, und dieses, was es an Anhaltungen braucht und Denken im Kopf und vielleicht

00:25:52: auch innerer Art, sich selbst zu steuern, das ist diese Volition, die am Ende hilft,

00:25:57: einen Vorsatz aufrechtzuerhalten, auch wenn es manchmal mühsam ist.

00:26:01: Also ich bleibe dran. Ich habe ein Durchhaltevermögen.

00:26:03: Genau. Und wie mache ich das?

00:26:05: Wie mache ich das im Kopf?

00:26:06: So, und die Leute sagen natürlich, ich brauche Disziplin, aber wie mache ich das?

00:26:10: Sag mir mal, wie mache ich Disziplin?

00:26:12: Wie mache ich Beharrlichkeit?

00:26:13: Wie ist denn die Bedienungsanleitung?

00:26:15: Und ich habe dann eben für dieses Wort Transferstärke 2009 für mich begründet

00:26:21: gefunden, weil ich gedacht habe, na gut, die Leute wollen ja am Ende stark im

00:26:26: Transfer sein, stark in der Umsetzung, stark auf der Strecke.

00:26:30: Und so kam das Wort zustande, das Transferstärke-Wort.

00:26:33: Und das Konzept ist eben gespeist von dem, was die Wissenschaft dann schon

00:26:38: weiß, was eine Rolle spielt.

00:26:40: Und da sind zum Beispiel solche Elemente drin wie ein positives

00:26:43: Selbstgespräch bei Rückschlägen.

00:26:45: Also wo man sagen kann, nicht der Rückschlag ist das Problem, sondern

00:26:48: die Art, wie ich mit mir dann umgehe.

00:26:50: Auch die Art, ob ich das normal empfinde, ob ich die kleinen Erfolge sehe,

00:26:55: ob ich da realistisch rangehe oder ob ich eher überzogene Erwartungen habe, ob ich

00:27:00: mich dann selbst beschuldige, wenn es nicht klappt, als Totalversagen sehe.

00:27:04: All das wäre nicht so gut.

00:27:06: Oder auch etwas, was reingekommen ist in das Konzept am Ende, ist das

00:27:11: Thema Rückfallmanagement.

00:27:12: Also so das, was die Leute am schwersten können, nämlich raus aus

00:27:16: den alten Mustern zu kommen. Sie rutschen immer wieder rein.

00:27:18: Das ist wie Sisyphus mit seinem Stein am Hang.

00:27:21: Und da gibt es tolle, tolle Strategien des Rückfallmanagements.

00:27:26: Sie kennt nur keiner, habe ich festgestellt und ich habe die halt

00:27:29: aufgegriffen, diese Gedanken, und für meine Art weiterentwickelt.

00:27:32: Das ist fantastisch.

00:27:34: Rückfallmanagement kommt mir auch bekannt vor.

00:27:36: Ich habe ja vor vielen Jahren auch als Psychotherapeutin gearbeitet,

00:27:39: mit suchtkranken Menschen.

00:27:41: Das ist ein Beispiel gewesen, wo auch die Menschen das sehr gut bewältigen

00:27:47: mussten, um nicht rückfällig zu werden. Absolut.

00:27:50: Da ist es ganz besonders stark natürlich zu sehen gewesen, ob die Menschen das dann

00:27:55: auch durchhalten, den neuen Weg zu gehen und die Veränderung

00:27:58: wirklich durchzuziehen. Sehr spannend.

00:28:01: Also Stichwort passt.

00:28:03: Es kommt tatsächlich aus der Gesundheitspsychologie, wie viele Dinge,

00:28:06: weil das so quasi am stärksten eine Disziplin ist, wo es darum geht, auch

00:28:11: Lebensstile und Verhalten zu verändern.

00:28:13: So, und das kommt tatsächlich aus der Suchttherapie.

00:28:16: Insofern völlig richtig.

00:28:18: Der Mann, der es mal begründet hat, 80er Jahre, heißt Gordon Mueller (??

00:28:22: ), Psychologieprofessor, und in diesem Konzept stecken so verschiedene

00:28:26: andere Gedanken auch noch drin.

00:28:27: Aber der ist sozusagen der Begründer des Ganzen.

00:28:30: Und die Grundidee ist, dass Leute im Grunde schon den Rückfall dadurch besser

00:28:37: steuern können, dass sie wissen, was gibt es quasi für Anzeichen, bevor es passiert?

00:28:43: Also sogenannte Vorboten.

00:28:45: Es ist wie bei einer Gewitterwolke, wenn ich es am Horizont sehe,

00:28:48: ist sie ja noch nicht da. Es wäre ein Vorbote.

00:28:50: Ich sehe sie. Oder wie Straßenschilder an der Autobahn.

00:28:52: Da gibt es so Zeichen.

00:28:54: 2000, 1000, 500 Meter.

00:28:56: Und wenn ich die sehe, treffe ich auch die Ausfahrt.

00:28:58: Und da kann man ganz tolle Sachen mit entwickeln mit dieser

00:29:01: Rückfallmanagement-Grundidee.

00:29:02: Und die Leute sind immer total geflasht, weil sie sagen, hui, ich dachte immer,

00:29:06: ich bin dem hilflos ausgeliefert.

00:29:08: Und jetzt sehe ich sehr klar, wie ich im Vorfeld, an welchen Stellen ich da steuern

00:29:11: kann, und damit sind Sie extrem erfolgreich.

00:29:13: Ja, ja, sehr gutes Beispiel.

00:29:15: Und ich finde es so toll, Axel, wie du wieder hier auch Analogien verwendest, die

00:29:20: in Präsentationen ja sehr, sehr gut wirken, weil sie dann auch uns einen

00:29:25: Vergleich bringen mit einer bekannten Sache.

00:29:27: Autobahnausfahrt kennt man, Gewitterwolken kennen wir auch alle und wir wissen, okay,

00:29:31: aha, da gibt es wirklich Vorboten, die wir dann wahrnehmen können und

00:29:37: dann auch reagieren können.

00:29:38: Man muss es sich nur bewusst machen.

00:29:40: Das, glaube ich, ist der Punkt.

00:29:43: Genau.

00:29:43: Und weil du gerade Analogien sagst, einen habe ich noch und zwar-

00:29:47: Ich hoffe, nicht nur einen (lacht).

00:29:49: Willst du ihn wissen? Na ja, gut, soll ich mal verraten?

00:29:52: (lacht) Also, du hast diesen Vorboten und du brauchst dann einen Notfallplan.

00:29:56: Also etwas, was du dann tust, ehe es zu spät ist.

00:30:01: So, und die Metapher um diese Idee des Vorboten Notfallplan, den mal jetzt noch

00:30:06: besser zu verstehen, ist so die Idee, stell dir vor,

00:30:09: du reist zum Nordpol, also willst da hinreisen und du bist so zu Hause und

00:30:14: denkst, na ja, könnte schon ein Eisbär kommen dort am Nordpol.

00:30:19: Man denkt aber auch, na ja, wenn der kommt, dann fällt mir schon was ein.

00:30:22: Da reist du also zum Nordpol, denkst nichts Böses, auf einmal ist er

00:30:26: da, so wah, plötzlich ist er vor dir.

00:30:29: Und du denkst: Oh, verdammt, ein Eisbär, was soll ich tun?

00:30:32: Und in dem Moment, wo du noch dein Hirn bemühst, hat er dich halt schon gefressen,

00:30:37: weil du so schnell keine Lösung hinkriegst.

00:30:40: So.

00:30:40: Es ist keine gute Idee zu glauben, in dem Moment, wo es passiert,

00:30:43: kriegst du es noch gesteuert.

00:30:45: Jetzt hast du ein zweites Leben und denkst, na ja, ich reise zum

00:30:48: Nordpol, ein Eisbär könnte kommen.

00:30:50: Was tue ich dann?

00:30:52: Und dann denkst du, ja gut, wenn der kommt, dann werde ich den verjagen.

00:30:56: Du reist also wieder zum Nordpol, es kommt, wie es kommen muss.

00:30:59: Da ist er wieder. So steht er vor dir.

00:31:02: Und du denkst, alles klar, ein Eisbär, ich verjagt den jetzt.

00:31:06: Du ahnst vielleicht schon, was kommt.

00:31:08: Was, um Gottes Willen, heißt verjagen?

00:31:11: In dem Moment bist du wieder blank im Kopf.

00:31:13: Schreist du laut, machst einen Tanz, trittst ihm in den Hintern,

00:31:17: was auch immer du tust.

00:31:19: Na ja, un zwischendurch hat er dich wieder gefressen.

00:31:22: Als der (??

00:31:22: ), und das macht es im Grunde genommen aus, du musst ein sehr genaues

00:31:26: Verständnis bekommen, was triggert.

00:31:28: Im Grunde genommen dieses alte Muster.

00:31:31: Und was konkret denkst du?

00:31:32: Was konkret tust du wirklich, um die Kurve zu kriegen, zu dem, wo du hin willst?

00:31:37: Sehr gute Analogie, ja.

00:31:38: Jetzt sind wir natürlich gespannt auf das dritte Mal, wenn ich zum Nordpol reise und

00:31:42: dann auch die Lösung habe für diesen blöden Eisbären, ja.

00:31:47: Ja.

00:31:47: Wenn er von rechts kommt, wirfst du ihm eine Büchse Bohnen an den Kopf.

00:31:50: Ist ja ganz klar (lacht).

00:31:51: So (lacht). So einfach ist das, ja.

00:31:53: Ja, so einfach ist das (lacht).

00:31:56: Ja. Wäre schön, wenn es so einfach wäre, gell?

00:31:58: Genau.

00:31:59: Ich muss ja mal wieder die Veränderungspille bemühen.

00:32:01: Ja, ja, ja, ja, ja, ja, genau.

00:32:02: Nee, aber das macht es natürlich sehr plakativ.

00:32:04: Ja, wunderbar.

00:32:05: Weil es ist ja etwas sehr Individuelles natürlich auch, wann Menschen wieder vom

00:32:11: Weg abkommen der Veränderung, und da ist es wichtig, wirklich die richtige Pille

00:32:17: oder den richtigen Prozess dann auch parat zu haben und den dann

00:32:21: auch noch anzuwenden. Ja, definitiv.

00:32:24: Gell, das Faszinierende ist, dass wenn man erst mal diese Logik mit Vorboten, die

00:32:28: kommen und das alte Muster ankündigen, passende Notfallpläne zu jedem Vorboten,

00:32:34: dass wenn die Leute diese Grundlogik verstanden haben, dass denen in der Regel

00:32:37: schon echt ganz gute Lösungen einfallen und da gute Lösungen haben.

00:32:42: Sie wussten ja nur nicht, dass sie sie an bestimmten Stellen brauchen

00:32:44: und auch das Thema Vorboten.

00:32:45: Wenn ich jetzt so drüber spreche, dann werden viele vielleicht sagen,

00:32:49: was für Vorboten meint er?

00:32:51: Ich habe nie welche gesehen.

00:32:52: Ja, und das ist tatsächlich so ein bisschen wie Pilze suchen im Wald, wenn du

00:32:56: durch den Wald gehst und du hast nie irgendwie ein Auge entwickelt, wo die

00:32:58: Pilze sind, dann siehst du halt keine.

00:33:00: Und ich war selbst mal mit einem Pilzsammler unterwegs, war jetzt nicht der

00:33:03: Schwiegervater mit den Blumen, sondern ein echter Pilzsammler.

00:33:05: Und schon wieder haben wir eine Analogie by the way.

00:33:07: Ja, genau (lacht). Genau.

00:33:09: Nee, ich weiß nicht, wie viele Körbe Pilze die Leute da aus dem

00:33:11: Wald rausgeschippt haben.

00:33:13: Wo du denkst, irre.

00:33:15: Und das ist wirklich Training, Achtsamkeit.

00:33:18: Okay, ja, ja. Verstanden, ja, ja.

00:33:19: Und das übst du ja auch mit deinen Coachees, wenn die in die

00:33:22: Weiterbildung kommen zu dir.

00:33:23: Das ist auch ein gutes Thema natürlich, dass man das selber an sich üben kann.

00:33:29: Ja, spannend.

00:33:30: Vielleicht hast du ein kurzes Praxisbeispiel dabei, Axel, wo das in

00:33:34: Unternehmen angewandt wurde, dein Modell auch angewandt wurde, und wie die

00:33:39: Unternehmen dann konkret, oder ein Unternehmen konkret von deiner

00:33:42: Methode profitieren konnte.

00:33:45: Also mir fällt jetzt ein, ein Beispiel aus einer Großbäckerei.

00:33:49: Und diese Großbäckerei, die hatte halt- war halt Produktion, ein

00:33:53: Schichtmanager unter anderem.

00:33:54: Und das, was die halt festgestellt haben ist, dass diese Führungskultur, die bisher

00:33:59: in dieser Großbäckerei war, dass die nicht mehr zeitgemäß ist.

00:34:01: Also du musst es dir so vorstellen, da wurde eher eine Ansage gemacht und

00:34:07: erstmal kurz und zackig irgendwas gesagt.

00:34:09: Und wir haben halt festgestellt, die jungen Leute, Jungbäcker, die wollen nicht

00:34:13: mehr so behandelt werden, nach dem Motto Ansage von vorn, bis

00:34:15: hinten die Haare abstehen. Das wollen die halt nicht mehr.

00:34:17: Und dann haben sie gesagt, gut, wir wollen Feedbackkultur haben, so als Grundthema.

00:34:23: So, und das ist natürlich schon etwas, wo dann jemand, der 30 Jahre, zehn Jahre oder

00:34:29: andere Zeiten immer sehr autoritär geführt hat, wo der erst mal sehr-

00:34:35: gedacht hat, boah, kann ich das überhaupt, beziehungsweise

00:34:39: verliere ich da nicht meine Führung?

00:34:41: So ein Beispiel, wo wir dann festgestellt haben, dass das

00:34:44: total wertvoll war, auch dieses Gedankenwerk, was ich jetzt hier erzählt

00:34:47: habe, war ein wesentlicher Mechanismus.

00:34:49: Weil Feedback war bei denen bisher, die sprechen einen an

00:34:54: und machen einen Vorwurf.

00:34:55: Ne, also die sagen: Hey, Müller oder Kalle, ich hab dir doch gesagt,

00:34:59: wir haben hier keine runden Ecken.

00:35:00: Ich habe es dir doch schon mal gesagt, dass das blöd ist, so auf der

00:35:02: Ebene, so eine Formulierung.

00:35:05: Wir haben festgestellt, allein dieses Mini-Moment von wie spreche ich den an, da

00:35:11: können wir zum Beispiel so eine Logik von Rückfallmanagement herausarbeiten, wie

00:35:15: rutsche ich rein in diese vorwurfsvolle Kommunikation?

00:35:18: Wie kann ich dem entsprechend vorbeugen?

00:35:20: Und was wäre eigentlich eine bessere Art, Gespräch zu führen?

00:35:24: Und da lässt sich natürlich sehr präzise herausarbeiten, wie dann

00:35:27: ein besserer Weg abläuft.

00:35:29: Aber eine Sache will ich hier teilen, nämlich was wir dann festgestellt haben,

00:35:33: ist, die Aufnahmebereitschaft des anderen, also die Offenheit für so einen

00:35:38: Veränderungsimpuls, den ich ja dann mitgeben möchte, da haben wir

00:35:42: festgestellt, wenn ich- wenn die sagen: Hast du mal ein Ohr für mich,

00:35:46: ich würde dir gerne etwas mitteilen, dann war das der wesentliche Unterschied, weil

00:35:50: die Leute dann sagen konnten, ja, ich habe ein Ohr oder nein, habe ich nicht.

00:35:54: Und wenn die sagen ja, dann geht es halt los und wenn die sagen Nein,

00:35:56: ist die Frage, wann dann?

00:35:58: Ja, prima.

00:35:59: Und das ist mir halt sehr hängengeblieben aus dem Projekt, weil es sehr

00:36:02: minimalistisch ist, aber einen großen Unterschied macht, ob die Leute eine

00:36:05: Freiheit haben, ein Feedback anzunehmen oder nicht.

00:36:08: Und die haben auch die Freiheit bekommen, zu sagen, du pass auf,

00:36:11: im Moment gehts nicht.

00:36:12: Ja, das ist ja auch wichtig, dass die die Erlaubnis bekommen, da zu sagen: Hey,

00:36:16: pass auf, im Moment klappts nicht, ja.

00:36:19: So, und wenn man sich das jetzt so anschaut, dann haben wir sehr viel damit

00:36:22: verwendet, überhaupt den Einstieg hinzubekommen, das auf

00:36:25: so eine Weise zu tun.

00:36:26: Und was bei mir natürlich immer mit rattert, ist alles zum Thema Lerntransfer,

00:36:32: Transfermotivation, Transferstärke-Konzept, wo ich dann sage,

00:36:35: okay, was könnten denn Menschen an der Stelle brauchen, dass es leichter geht?

00:36:39: Und wir haben dann zum Beispiel auch- wäre auch aus dem Lerntransfer, Forschung,

00:36:44: abgeleitet, machst du halt natürlich sehr erfahrungsorientierte Übungen,

00:36:48: Praxisübungen, wo du dann halt eine Sequenz machst mit Vorwurf, so wie immer.

00:36:55: Und dann, was weiß ich, zwei Sekunden, eine Minute oder so anspielst das Ganze

00:36:59: und dann dasselbe mal andersrum, so, dann siehst du automatisch den Effekt,

00:37:04: wenn du nicht völlig blind bist.

00:37:05: Und das sind die ja nicht, sondern die sehen schon Effekt, den es macht, in

00:37:09: der Art wie so eine Kommunikation wirkt.

00:37:11: So, und damit machst du natürlich auch einen Beitrag zum Thema

00:37:14: Motivation für Veränderung. Ja, absolut.

00:37:17: Also in den Personen selber, in den Führungskräften, die müssen ja auch

00:37:21: bereit sein, sich zu verändern.

00:37:23: Auch die Angst mal loszulassen, dass sie dann nicht mehr der Oberboss da sind und

00:37:27: damit mit dieser patriarchalischen, transaktionalen Führung dann

00:37:32: vielleicht nicht mehr so durchkommen.

00:37:35: Ja, das ist natürlich auch für die schwierig.

00:37:38: Sie sind ja immer noch der Boss, bloß ein anderes Führungskonzept.

00:37:41: Und das ist tatsächlich für mich immer so ein sehr gutes Beispiel für diese

00:37:45: Thematik Offenheit für Veränderung.

00:37:46: Weil was passiert da, du hast zehn Jahre gelernt, dass du so deine Autorität hast.

00:37:50: Und wir hatten da tatsächlich auch Leute, die denen gesagt haben,

00:37:54: die nehme ich nicht mehr ernst.

00:37:55: Also eine echte Sorge, die konnten sich gar nicht vorstellen, dass es eine

00:37:58: andere Welt gibt, die auch funktioniert.

00:38:01: So, und was brauchst du denn?

00:38:02: Du brauchst im Grunde genommen eine Haltung, die sagt, okay, die Welt kenne

00:38:05: ich noch nicht, aber lass sie mal entdecken.

00:38:07: Lass sie mal üben. Lass uns mal probieren.

00:38:09: Gib dir mal Zeit, bis sich das neu eingeschuckelt hat im System.

00:38:12: Weil auch der Mitarbeitende hat ja auch bisher nur nur

00:38:16: die, sagen wir mal, Anschrei-Mentalität erlebt oder sagen wir

00:38:19: mal autoritäre Führung.

00:38:21: Das heißt, sie müssen alle unheimlich viel verändern und das vielleicht so

00:38:24: als letzter Gedanke an der Stelle.

00:38:27: Wir haben sehr viel geguckt, aber wie gesagt, wir, die Personalentwicklung

00:38:31: und ich, wir haben das zusammen gemacht.

00:38:32: Was ist ein Minischritt?

00:38:33: Was ist ein Fokus?

00:38:34: Statt alles verändern zu wollen, zu sagen, okay, was sind kleine Interventionen, wenn

00:38:39: die sitzen, wenn dieser eine Ball im Tor ist, dann hast du mehr geschafft,

00:38:42: als viele Bälle anspielen.

00:38:43: Und das ist für mich auch Veränderungsverständnis.

00:38:46: Wir wollen zu viel, zu schnell auf einmal, und dann geht am Ende gar nichts.

00:38:49: Wieder das alte Problem. Zu viel, zu schnell, zu einfach.

00:38:52: Das geht halt einfach nicht.

00:38:53: Ja, genau. Ja, wunderbar.

00:38:55: Also schönes Beispiel, Axel.

00:38:57: Wie lange hat das gedauert, der Prozess, den du da begleitet hast?

00:39:02: Na, wir haben so zwei Jahre das Ganze gemacht.

00:39:04: Das war schon ein etwas größeres Projekt und wir haben bei der Gelegenheit auch

00:39:09: unter anderem lernen können, dass bei manch einem dann nicht

00:39:13: so viel zu bewegen war.

00:39:14: Das muss man auch so sagen, und das ist halt natürlich die andere

00:39:19: Seite der Medaille.

00:39:20: Du kannst andere bekanntermaßen nicht verändern, das können sie nur selbst.

00:39:24: Aber du kannst versuchen, und du hast ja so die Idee von der

00:39:26: Transferstärke-Methode auch.

00:39:27: Du kannst sagen, ich zeige dir die Mechanismen, wie es geht.

00:39:31: Ich mache bewusst, ich mache dir ein Angebot, ich schaffe idealerweise einen

00:39:34: guten Rahmen dafür, aber dann musst du selbst ran.

00:39:40: Ja, wunderbar.

00:39:41: Also das ist wahnsinnig viel Inhalt schon, den wir jetzt schon diskutiert haben.

00:39:46: Vielen Dank dafür, Axel.

00:39:47: Ich habe aber noch eine Frage.

00:39:48: Du arbeitest auch mit Bundesbehörden an einer App.

00:39:51: Das ist so ein next big thing, habe ich so den Eindruck (lacht).

00:39:54: Und zwar zum Thema gesundheitsförderlicher Führung.

00:39:58: Was können wir denn davon erwarten?

00:40:01: Also es war so, dass in 2024 wir so ein Jahresprojekt hatten, was das

00:40:06: Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert hat.

00:40:08: Also, wenn ich sage wir, dann ist das die Hochschule für angewandtes Management, wo

00:40:11: ich, ja, Wirtschaftspsychologie-Studenten mit dem Wissen der Wirtschaftspsychologie

00:40:18: beglücke, wenn man es mal so sagen will, dass die irgendwann auch in den Firmen

00:40:21: diese Dinge tun, die zum Beispiel mit (??

00:40:24: ) und Marketing zu tun haben oder mit Change, HR, Personalentwicklung

00:40:29: und Training. Genau.

00:40:30: Und dieses Jahresprojekt war von dem Gedanken getragen, dass wir ganz oft die

00:40:34: Erkenntnis sammeln, dass es Trainings gibt zum Thema Gesundheit,

00:40:39: Workshops, Gefährdungsanalysen und dass es wie bei allen Sachen ist, die Leute,

00:40:44: nehmen wir mal an, ein Resilienz-Training haben und hinterher frohen Mutes solche

00:40:49: Veranstaltungen verlassen und dann wieder daran scheitern, das umzusetzen.

00:40:52: Und wir haben dann gesagt, gut, wenn der Hauptschmerz ist, dass Menschen die

00:40:56: Umsetzung nicht gut schaffen, diese Verhaltensänderung, könnte da eine

00:41:00: KI helfen, also eine KI Lösung.

00:41:03: Und die Lösung, die wir in diesem Jahr entwickelt haben, war von dem Gedanken

00:41:07: getragen, die Logik des Rückfallmanagements in

00:41:10: eine App einzubauen.

00:41:12: Spannend.

00:41:12: Und diese Idee war deswegen spannend, weil wenn du heute Apps siehst, hast du eher

00:41:18: Erinnerungsfunktionen, Fortschrittsbalken und Ähnliches.

00:41:21: So, und die Leitidee war, wenn Menschen sich

00:41:27: durch eine wie auch immer geartete Maßnahme klar sind, was sie verändern

00:41:30: wollen, also das Was der Veränderung klar ist und ihnen aber wichtig ist, dieser

00:41:35: Prozess, damit es auch klappt, dann ist die Grundlogik, dieses Rückfallmanagement

00:41:41: zu integrieren, also eine echte psychologische, gut fundierte Lösung.

00:41:44: Und das war sozusagen der Kern der Erkenntnis.

00:41:46: Wir haben so einen Prototypen gebaut, haben an verschiedenen Stellen gelernt.

00:41:50: Manche Sachen funktionieren, manche noch nicht.

00:41:53: Und jetzt ist mittlerweile gerade wieder so eine Phase,

00:41:57: wo es einen neuen, einen neuen Partner gibt, der bereit ist,

00:42:01: im Unternehmen, das Ding auf eine nächste Ebene weiterzubauen.

00:42:05: Also dass man wirklich sagen kann, am Ende dieses Korridors steht eine

00:42:13: KI-unterstützte Lösung, die Menschen bei Verhaltensänderungen hilft, mit einer

00:42:16: wirklich guten Methodik, die erwiesenermaßen zu

00:42:21: Veränderungserfolgen führt.

00:42:23: Wow, das klingt sehr spannend.

00:42:25: Also wir haben viel gelernt. Vielen Dank, Axel.

00:42:28: Ich habe noch eine Frage am Schluss.

00:42:30: Aber zuerst würde ich gerne noch mal zusammenfassen, dass wir diskutiert haben.

00:42:34: Wir haben gesehen, dass es keine Pille gibt für die Veränderung, das

00:42:37: ist die schlechte Nachricht.

00:42:38: Aber die gute Nachricht ist, das wollen wir erst mal gar nicht (lacht),

00:42:41: sondern wir wollen die Veränderung, wenn wir motiviert sind, dafür auch

00:42:46: wirklich durchziehen können.

00:42:48: Und da hilft uns die Rückfallprophylaxe.

00:42:51: Die hast du sehr gut entwickelt und herausgearbeitet.

00:42:55: Ich werde auch natürlich noch alles, was du an Veröffentlichungen hast, an Büchern

00:43:00: etc., werde ich hier verlinken, auch im Podcast.

00:43:03: Das könnt ihr dann in Ruhe nachlesen.

00:43:05: Und wir haben auch gelernt, dass es sehr gut ist, in Präsentationen immer mal

00:43:09: wieder auch Analogien zu nutzen, damit die Menschen im Publikum auch

00:43:13: aufmerksam bleiben, einmal.

00:43:16: Und auch gut verstehen, was damit gemeint ist und damit auch eine Beziehung dazu

00:43:21: haben, zu einer Veränderung und die dann auch wirklich durchziehen können.

00:43:26: Wir haben auch gelernt, dass es gut ist, diese kleinen Dinge, zum Beispiel von

00:43:31: Führungskräften zu den Mitarbeitenden, die Kommunikation, die in Veränderungen

00:43:35: stattfinden muss, wirklich auch kleine Dinge zu üben und da an kleinen Schrauben

00:43:41: zu drehen, die dann wirklich eine große Wirkung haben.

00:43:43: Wir denken an das Thema Feedback und wirklich die Frage: Hast du gerade Zeit?

00:43:47: Ich möchte mit dir kurz sprechen. Ja, als Beispiel.

00:43:50: Jetzt noch eine Abschlussfrage.

00:43:51: Ja, vor allen Dingen auch ein Ohr für das Feedback.

00:43:54: Das meinte ich, genau.

00:43:55: Ein Ohr für das Feedback haben, das sollten wir als Führungskräfte auch

00:43:58: erfragen bei den Mitarbeitenden, genau.

00:44:01: Jetzt eine Frage noch, Axel, zum Schluss.

00:44:03: Was war denn so deine persönliche Veränderung, die du wirklich mithilfe

00:44:08: deiner eigenen Methoden durchziehen konntest?

00:44:12: Ich spreche mal von einem Beitrag oder einer Situation, wo noch die Kinder etwas

00:44:18: kleiner waren und da war ich sehr oft tageweise weg, wie das so ist als Trainer.

00:44:23: War irgendwie drei Tage irgendwie auf einem Programm unterwegs.

00:44:28: Und tatsächlich ist es ja so, wenn man drei Tage Training macht, mir geht

00:44:31: das immer so, ich bin dann leer.

00:44:32: Man hat da alles gegeben und man ist emotional leer.

00:44:34: Und ich habe dann gemerkt, okay, jetzt fährst du nach Hause.

00:44:38: Und ich habe gedacht, so, jetzt bist du mal wieder ein guter Vater und Ehemann und

00:44:43: wusste, dann steht der Kleine auf der Tür und will Eisenbahn spielen.

00:44:47: So, das ist dann im Grunde so die Situation.

00:44:49: Ich habe die erste Zeit, ging das immer so, dass ich gedacht

00:44:53: habe, okay, ich muss da jetzt hin.

00:44:55: War so in diesem Korridor, ich muss das irgendwie alles- auch noch

00:44:58: diese Erwartungen erfüllen.

00:45:00: Und dann ist ja klar, wenn ich dann über die Türschwelle gehe und er sagt:

00:45:03: Eisenbahn spielen, dass meine mentale Last dann an der Stelle nicht mehr

00:45:08: da war, dieses zu schaffen.

00:45:09: Es ist also keine beglückende Erfahrung für alle.

00:45:12: Sondern ich habe dann für mich gemerkt, okay, was sind denn sozusagen Voranzeichen

00:45:16: in diesem Beispiel, wo ich sage, woran merke ich denn, ob ich

00:45:19: in der Energie bin, wie ich damit umgehe, mit diesem- und welches

00:45:24: Muster will ich haben?

00:45:25: Und ich habe halt für mich festgestellt, ich brauche eine Verhaltensebene, wo ich

00:45:31: schaffe, in einer Energie nach Hause zu kommen, wo ich nicht genervt bin,

00:45:34: sondern wieder frei und offen bin.

00:45:36: Sondern ich habe dann für mich auch unter anderem Vorboten gemerkt im Sinne von,

00:45:40: was brauche ich eigentlich, bevor ich heimgehe?

00:45:43: Oder was sind Anzeichen, dass es keine gelungene Erfahrung sein wird?

00:45:46: Und mir ist dann unter anderem klar geworden, es gibt einen Vorboten, wo ich

00:45:50: merke, wenn ich jetzt über den Punkt drüber gehe, ich muss es

00:45:54: tun, obwohl ich nicht will, dann tut es nicht gut.

00:45:57: So, und an der Stelle habe ich überlegt, was ist meine Option?

00:45:59: Und das waren im Grunde relativ simple Dinge, wie ich gehe halt zehn Minuten

00:46:03: vorher um den Block, bevor ich heimkomme.

00:46:05: Also ich nehme nicht Stunden meines Lebens der Familie weg quasi, sondern ich

00:46:10: sorge erst mal für mich selbst.

00:46:11: Und diese Korridore ausfindig zu machen, das ist mir gelungen, durch diese Idee,

00:46:17: das herauszuarbeiten, weil vorher war ich halt im Automatismus

00:46:21: und habe nichts gemerkt. Ich habe einfach reagiert.

00:46:24: Und das ist das Faszinierende auch an dieser Technik, die natürlich jetzt sehr

00:46:27: dominant auch hier in dem Gespräch zum Ausdruck kommt, aber eben ein Teil von

00:46:30: Transferstärke ist, weil sie einem hilft, Klarheit zu generieren.

00:46:34: Super.

00:46:35: Ja, vielen Dank für dieses sehr persönliche Beispiel, Axel.

00:46:38: Und wir sehen, es funktioniert.

00:46:40: Man muss oder man darf sich da auch ein Stück weit reinbegeben und ein Bewusstsein

00:46:45: entwickeln, wo man wieder abweicht von seiner Linie und damit dann den Kurs

00:46:51: nicht mehr trifft, sondern abweicht.

00:46:53: Und es gibt aber Methoden, die wir jetzt gelernt haben.

00:46:56: Vielen, vielen herzlichen Dank.

00:46:57: Professor Dr. Axel Koch war bei mir heute, bei "Professionell auftreten", und alle

00:47:03: Informationen, die ihr haben wollt, findet ihr natürlich in den Shownotes.

00:47:08: Axel, vielen herzlichen Dank!

00:47:09: Alles Gute für Dich und viel Erfolg bei all deinen Veränderungsprojekten.

00:47:14: Ja, vielen Dank, Silvia.

00:47:15: Hat mir sehr viel Spaß gemacht und wünsche gute Impulse aus dem Gehörten hier.

00:47:19: (Musik) Vielen Dank.

00:47:25: Das wars für dieses Mal "Professionell auftreten".

00:47:28: Jetzt hast du bestimmt noch mehr Freude bei deinen kommenden Präsentationen.

00:47:33: Weitere Informationen zum Podcast und die Shownotes findest du auch auf

00:47:37: meiner Webseite pitz-coaching.

00:47:40: de. Schau doch mal rein.

00:47:42: Danke und bis bald.

00:47:44: Deine Silvia B. Pitz.

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