#64 Energie statt Einheitsbrei: Jetzt kommt dein Auftritt mit Wumms!

Shownotes

Mit mehr Wumms statt Einheitsbrei aus der Masse stechen: Du bist überzeugt, dass du schon laut und präsent bist – aber wie sieht’s wirklich aus?

In dieser Folge erfährst du, wie du durch mutigen Einsatz von Gestik, Mimik, Stimme, Tempo und Pausen selbst die trockenste Präsentation zum Erlebnis machst.

Entdecke, warum gerade der bewusste Sprung aus deiner Komfortzone deine Wirkung vervielfacht und wie du mit kleinen, gezielten Veränderungen im Ausdruck sofort mehr Aufmerksamkeit und Begeisterung erzeugst. Bühne frei für deinen Auftritt mit Energie, Präsenz und Spaß!

Shownotes:

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00:00:00: Herzlich willkommen zu Professionell auftreten, dein Podcast für

00:00:07: die gelungene Präsentation.

00:00:10: Souverän, glaubwürdig und begeisternd auftreten, deine Botschaft zielsicher

00:00:15: anbringen, mit Leichtigkeit Lampenfieber, kritische Fragen und andere

00:00:20: Stolpersteine überwinden. Darum geht es.

00:00:23: Ich bin Silvia B.

00:00:24: Pitz und freue mich auf dich. Herzlich willkommen.

00:00:32: Es ist wirklich jedes Einzelne mal das Gleiche.

00:00:36: Die Person, die in meinem Speaker Training gerade vor der Kamera präsentiert, glaubt,

00:00:41: sie spricht nach meiner Aufforderung schon viel zu laut.

00:00:45: Aber die Gruppe der anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Raum

00:00:49: schüttelt schmunzelnd den Kopf.

00:00:52: Nein, das ist nicht so laut.

00:00:54: Da geht noch mehr.

00:00:56: Und immer wieder schaue ich in ein verwundertes Gesicht.

00:01:00: Echt, sagt die Person dann: „Ich habe das Gefühl, dass ich schon schreie.

00:01:06: Nein, ganz und gar nicht.

00:01:07: Das ist der erstaunliche Effekt der Eigen-und Fremdwahrnehmung, besonders wenn

00:01:14: es den ausdrucksstarken Auftritt geht.

00:01:17: Um wirklich kraftvoll aufzutreten, im Meeting, auf der Bühne oder vor der

00:01:23: Kamera, braucht es Mut, aus der Komfortzone rauszugehen.

00:01:28: Ganz herzlich willkommen zu Professionell auftreten mit der Folge

00:01:33: „Energie statt Einheitsbrei.

00:01:35: Jetzt kommt dein Auftritt mit Wumms.

00:01:40: Heute machen wir Schluss mit dem Präsentieren im energiesparmodus.

00:01:45: Heute geht es dich und darum, wie du durch Gestik, Mimik, Stimme,

00:01:52: Tempo und Pausen aus jedem Vortrag ein echtes Erlebnis machst.

00:01:58: Bühne frei für deinen Auftritt, raus aus der Komfortzone, rein in die Wirkung.

00:02:05: Das Phänomen der ganz und gar unterschiedlichen Eigen-und

00:02:08: Fremdwahrnehmung ist echt spannend, denn es betrifft auch die anderen

00:02:12: Teilnehmenden, die auch alle nacheinander vor die Kamera treten werden.

00:02:17: In der Rolle des Publikums sehen sie ganz genau, ob die Person, die jetzt gerade

00:02:23: präsentiert, zum Beispiel, noch lauter sprechen könnte.

00:02:27: Aber wenn sie dann selbst dran sind, dann ist es eine ganz andere Angelegenheit.

00:02:32: Dann klappt das mit der Wahrnehmung nicht mehr, obwohl die Rednerin dann ja ganz

00:02:37: genau weiß, dass sie von mir auch aufgefordert wird, laut zu sprechen

00:02:42: oder große Gestik zu probieren., lange Pausen zu machen, zu übertreiben.

00:02:50: Wieso jetzt das?

00:02:51: Wieso übertreiben, wirst du dir jetzt vielleicht denken?

00:02:54: Weil die allermeisten von uns in einer Präsentationssituation

00:02:58: viel zu wenig wenig Ausdruck zeigen.

00:03:02: Klingt komisch, ist aber so.

00:03:04: Hast du dich heute schon richtig gezeigt?

00:03:07: Ich meine jetzt nicht dein Outfit oder dein Styling, sondern hast du deine

00:03:12: Präsenz aufgedreht wie einen Scheinwerfer?

00:03:16: Oder hast du dich, wie so viele in Präsentationen oder auf der Bühne,

00:03:21: in die Komfortzone zurückgezogen, leise, unsichtbar und ohne Risiko?

00:03:29: Zuerst Jetzt geht es dein grundsätzliches Mindset, die Haltung, die du zu jeder

00:03:34: Präsentation mitbringst und wie du die Komfortzone, in der es ja eher langweilig

00:03:40: ist, präsentationstechnisch gesehen, verlassen kannst.

00:03:44: Dann schauen wir uns die einzelnen Ausdrucksmittel an, die wir als

00:03:48: Rednerinnen und Redner immer dabei haben, nämlich Gestik, Mimik, Volumen und

00:03:55: Stimmführung, Sprechtempo und Pausen.

00:04:00: Wir haben hier viele Möglichkeiten, eine Präsentation spannend und attraktiv zu

00:04:06: gestalten, selbst dann, wenn es sich ein vermeintlich langweiliges Thema handelt.

00:04:13: Das ist eine großartige Nachricht.

00:04:15: Du kannst damit jedes Thema mit maximaler Wirkung vortragen.

00:04:20: Im Training nutzen wir dafür irgendwelche Texte, die im Prinzip nicht sagend sind.

00:04:25: Mit der bewussten Energie und den einzelnen Ausdrucksmitteln

00:04:30: variantenreich vorgeführt, gibt es regelmäßig Applaus von den Teilnehmenden.

00:04:36: Weil wir es schaffen können, durch unsere Ausdrucksfähigkeit, die bei den meisten

00:04:40: Menschen brach liegt, unser Publikum anzusprechen und zu begeistern.

00:04:46: Um hier gleich mal ein Missverständnis auszuräumen: Es geht hier nicht

00:04:50: Schauspiel oder etwas Aufgesetztes.

00:04:53: Es geht deine Energie, die du auf der Bühne in einer Präsentation zeigen

00:04:59: darfst und sogar was sollst.

00:05:01: Überlege mal: Wenn du im Publikum sitzt, willst du dann einen Präsentator,

00:05:06: der monoton und ohne Energie spricht?

00:05:11: Logisch, natürlich nicht.

00:05:14: Wir wollen alle auch Menschen sehen, die voller Power und Überzeugung sprechen.

00:05:20: Das ist einfacher als gedacht, wenn du dich traust, aus deiner Komfortzone

00:05:25: rauszugehen, denn im Alltagsgeschäft brauchen wir diese Ausdruckskraft

00:05:30: ja eher selten.

00:05:32: Damit sind wir schon beim ersten Punkt, dem eigenen Mindset und der Bereitschaft,

00:05:37: die Komfortzone zu verlassen.

00:05:40: Mit welchem Mindset, wie gehst du denn in eine Präsentation hinein?

00:05:46: Du glaubst vielleicht, dass du ja Expertin und Experte auf deinem Gebiet bist

00:05:51: und dass du deine Präsentation schon im Griff hast.

00:05:55: Du hast es ja schon 100-mal gemacht.

00:05:58: Ja, das kann schon sein.

00:06:00: Aber bist du dir sicher, dass du es 100-mal begeisternd und

00:06:04: überzeugend drüber gebracht hast?

00:06:06: Kontest und kannst du jedes Mal dein Publikum erreichen, berühren

00:06:11: und vielleicht sogar begeistern?

00:06:14: Das gilt übrigens gleichermaßen beim Vortrag zur neuen bahnbrechenden Methode

00:06:19: zur minimal invasiven Operation vor dem Fachpublikum auf dem Kongress, genauso wie

00:06:25: bei den erwartbaren Quartalzahlen im Teammeeting.

00:06:30: Die Amplitude der Ausdrucksweise kann unterschiedlich sein, ja, aber die

00:06:35: Energie und Wirkung sollte ankommen.

00:06:38: Echte Wirkung beginnt außerhalb der Routine.

00:06:42: Wir dürfen auf der Bühne und im Meeting aus dem Alltagstrott ausbrechen.

00:06:47: Das darf auch geübt werden.

00:06:49: Wir können gut mit Hilfe von Videoaufnahmen testen, ob der Ausdruck

00:06:53: passt oder, wie in den meisten Fällen, doch noch zu zaghaft und energielos ist.

00:07:00: Das ist meine Erfahrung aus 25 Jahren Speaker Training.

00:07:04: Speziell hier in Deutschland trauen sich selbst Top-Manager und Managerinnen oft

00:07:08: nicht, mit richtiger Power und dem nötigen Wums aufzutreten.

00:07:14: Schade.

00:07:15: Dadurch bleibt so viel Wirkung auf der Strecke.

00:07:18: Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Diejenigen, die heute oft mit Wums

00:07:22: auftreten, sind nicht unbedingt die, denen Leute folgen sollten.

00:07:28: Aber sie tun es, weil der kraftvolle Auftritt einfach Wirkung erzielt.

00:07:32: So ist das nun mal.

00:07:34: Deshalb bin ich dafür, dass eben auch die sonst leiseren, die introvertierten, die

00:07:39: wirklich Wichtiges zu sagen haben, auch endlich mal das Wort ergreifen, und

00:07:43: zwar so, dass sie gehört werden.

00:07:46: Das geht nur, wenn wir uns trauen, aus der Komfortzone herauszugehen.

00:07:51: Wisst ihr, was die Leute in meinen Trainings dann sagen, wenn sie sich

00:07:55: mithilfe meines intensiven Coachings getraut haben, aus sich herauszugehen?

00:08:00: Verstehen?

00:08:00: Sie sagen: „Sylvia, das macht ja richtig Spaß.

00:08:04: Ja, genau.

00:08:05: Es macht Spaß, die eigene Energie-und Ausdruckskraft zu

00:08:08: entwickeln und zu zeigen.

00:08:10: Und diese kraftvollen Werkzeuge dann für deine Zwecke zu nutzen.

00:08:15: So, jetzt kommen wir zur ersten Ausdrucksweise der Gestik.

00:08:21: Gestik ist mehr als hände fuchteln.

00:08:24: Sie ist der Ausdruck der Hände.

00:08:27: Viele Teilnehmende bemerken, dass sie gar nicht wissen, was was Sie

00:08:30: mit den Händen tun sollen.

00:08:31: Jetzt ist es ja so, dass wir in Präsentationen ohnehin schon oft eine Hand

00:08:36: mit dem Zeiger für die Powerpoint belegt haben.

00:08:40: Vielleicht hält die andere Hand ja auch noch ein Mikrofon.

00:08:43: Damit sind wir schon recht eingeschränkt.

00:08:46: Besser ist es, im Fall du brauchst ein Mikro, dann auf ein Headset zu setzen.

00:08:51: Damit hast du dann eine Hand wenigstens frei.

00:08:55: Probiere mal die sogenannte Nullstellung.

00:08:58: Hände einfach mal hängen lassen neben dem Körper.

00:09:02: Nur kurz und für ein paar Sekunden darf das ruhig sein.

00:09:07: Es sieht überhaupt nicht komisch aus, fühlt sich nur total komisch für uns an,

00:09:12: ist aber eine Haltung, die du in dein Repertoire unbedingt einbauen solltest.

00:09:17: Warum fühlt sich das überhaupt so komisch an, wenn wir die Hände

00:09:20: und Arme hängen lassen?

00:09:22: Menschen berühren sich in Stresssituationen gern selbst.

00:09:26: Das ist körperpsychologisch bekannt.

00:09:29: Sie sich gewissermaßen an sich selbst fest.

00:09:33: Das können die verschränkten Hände sein oder auch die Merkel-Raufe oder ein

00:09:37: Verschränken der Arme oder die Hände in den Hosentaschen.

00:09:41: Das kann man ja alles machen, aber bitte immer nur kurz.

00:09:46: Variation ist hier das Stichwort.

00:09:48: Besser ist es noch, wenn die Hände das Gesagte unterstreichen.

00:09:52: Wenn du von einer großen Menge zum Beispiel sprichst, dann dürfen die Hände

00:09:57: und Arme weit auseinandergehen und die Größe der Menge darstellen.

00:10:03: Oder wenn du von zwei Möglichkeiten sprichst oder von zwei Vorteilen zum

00:10:07: Beispiel, dann ist es für das Publikum leichter, wenn du das auch mit

00:10:11: Gestik zum Ausdruck bringst.

00:10:13: Zum Beispiel, indem du die eine Möglichkeit mit beiden Händen rechts

00:10:18: darstellst und die andere Möglichkeit links von dir.

00:10:23: Wichtig ist, dass die Gestik authentisch bleiben soll.

00:10:26: Das Publikum spürt sofort, wenn die Gestik nur angelernt oder eingeübt ist.

00:10:32: Dann passt sie auch meist nicht ganz zum Gesagten.

00:10:36: Es gibt Studien, die zeigen, dass gelernte Gestik immer ein Bruchteil zu spät kommt

00:10:42: und das merkt man als Zuschauerin – unbewusst und hat aber

00:10:47: dann ein Störgefühl.

00:10:48: Hier eine Praxisübung: Rede vor der Kamera, bewusst mit übertriebener Gestik.

00:10:55: Dann analysiere: Was wirkt und was nicht?

00:11:00: Habe hier wirklich Mut zur Amplitude.

00:11:04: Trau dich auch mal richtig groß, dann wieder minimalistisch

00:11:07: mit der Gestik zu sein.

00:11:09: Diese Wechsel schaffen Spannung.

00:11:12: Bleibe dabei bitte fest, auf beiden Beinen verstehen, denn sonst wird die große

00:11:17: Gestik und ein unruhiger Stand tatsächlich zu viel des Guten.

00:11:23: Zweiter Punkt unserer Ausdrucksmittel ist die Mimik, die Bühne deines Gesichts.

00:11:29: Unsere Mimik steuert Stimmung, Glaubwürdigkeit, Emotionalität.

00:11:34: Das kennen wir alle im Gespräch mit unseren Mitmenschen.

00:11:37: Passt die Mimik zur Rede oder gibt es da Differenzen?

00:11:41: So etwas sehen wir sehr schnell, auch ganz ohne spezielle Schulung.

00:11:46: Wir haben dann ein unterbewusstes Störgefühl.

00:11:49: Mit einer professionellen Schulung können wir dann einfach besser benennen, was wir

00:11:54: gesehen haben und welche Auswirkungen es hat.

00:11:57: Manche behaupten auch, dass sie so lügen entlarven können, also mit dieser

00:12:02: speziellen Micro-Expressionschulung.

00:12:04: Aber das ist ja schon mit viel Übung verbunden.

00:12:07: Und geübte Lügnerinnen und Lügner werden wir ohnehin sehr schwer entlarven können.

00:12:14: Problem bei der Mimik ist aber eher, dass wir auf der Bühne einfrieren.

00:12:18: Dabei setzen wir im privaten Gespräch ständig Mimik ein.

00:12:23: Auf der Bühne können wir belebte Mimik sinnvoll einsetzen.

00:12:27: Nutze daher dein natürliches Repertoire.

00:12:30: Und auch hier gilt: Übertreibe es ruhig.

00:12:33: Reiße die Augen auf, wenn du Überraschung zeigen willst.

00:12:36: Lächle oder lache laut, wenn es Grund dazu gibt.

00:12:40: Schaue ernst oder gar wütend, wenn es thematisch passt.

00:12:45: Das unterstreibt deine Botschaft.

00:12:47: Besonders für Leute im Publikum, die dir gerade nicht zuhören, soll es

00:12:52: ja auch hin und wieder geben.

00:12:54: Wenn sie aber dann deinen veränderten Gesichtsausdruck sehen, dann sind sie

00:12:58: vielleicht wieder interessiert und kommen mit der Aufmerksamkeit zu dir zurück.

00:13:03: Das ist ja auch die wertvollste Währung, die Aufmerksamkeit deines Publikums.

00:13:09: Und die zu bekommen und zu behalten, ist uns fast jedes Mittel recht.

00:13:15: Noch mal: Wir müssen hier nicht den Animateur auf der Bühne spielen, aber es

00:13:19: hilft, wenn wir uns trauen, kraftvoll und mit viel Energie zu präsentieren,

00:13:25: mit ausdrucksstarker Mimik.

00:13:28: Es ist nichts langweiliger als ein kraftloses Gesicht, das kaum die Energie

00:13:33: für gute Aussprache zustande bringt.

00:13:36: So einem Redner hört man nicht lange zu.

00:13:40: Nervig ist aber auch das inhaltslose Dauergrinsen der Moderatorin, die nachher

00:13:45: sicher einen Gesichtskrampf bekommt.

00:13:48: Natürlich dürfen wir lächeln.

00:13:49: Lächeln baut Brücken.

00:13:51: Bewusster Blickkontakt fesselt das Publikum.

00:13:55: Auch hier gilt wieder: Probiere deine Mimik aus.

00:13:58: Mache den selbst mit Videoaufzeichnung.

00:14:01: Oft wirken Dinge viel natürlicher, als sie sich anfühlen.

00:14:06: Und nun kommen wir zu einem weiteren Ausdrucksmittel, nämlich drittens

00:14:09: dem Volumen und der Stimmführung.

00:14:13: Deine Stimme ist ein wunderbar Neues Instrument.

00:14:16: Wir können hier ganz fantastisch variieren, und zwar bei Lautstärke

00:14:21: und Volumen zum Beispiel.

00:14:23: Trau dich mal, deutlich lauter oder deutlich leiser zu sprechen als gewohnt.

00:14:29: Leise zum Beispiel für Spannung, Intimität, wichtige Momente, laut für

00:14:36: Betonung, Durchsetzung und Energie.

00:14:40: Dieses Ausdrucksmittel ist, wie ich eingangs schon beschrieben habe, für die

00:14:44: allermeisten meiner Teilnehmenden am schwersten zu bewältigen.

00:14:48: Wir verbinden Lautsein oft mit Aggression.

00:14:51: Das haben wir wohl alle mehr oder weniger so gelernt.

00:14:55: In einer Präsentation können wir aber mit Lautstärke Akzente setzen.

00:15:00: Es geht ja nicht darum, die ganze Zeit schreiend zu präsentieren.

00:15:05: Besonders reizend ist dann der bewusste Wechsel von laut zu leise

00:15:09: oder sogar zu flüstern.

00:15:11: Das wirkt sehr dynamisch und spannend.

00:15:14: Probiere es Ruhe ich mal aus.

00:15:16: Die Abwechslung zählt auch hier wieder.

00:15:19: Monotones Sprechen ermüdet nicht nur dich, sondern vor allem dein Publikum.

00:15:26: Probiere also aus, wie du betonen kannst.

00:15:29: Vorher Übersicht, aber auch beim unnötigen Sing-Sang.

00:15:33: Betone den Hauptaspekt in einem Satz.

00:15:36: Im normalen Sprachgebrauch machen wir das eh schon.

00:15:40: Nutze das und übertreibe auch hier wieder mit der Betonung.

00:15:44: Hier noch ein Praxis-Tipp: Markiere in deinen Notizen Wörter, die du

00:15:48: betonen oder besonders aussprechen willst.

00:15:52: Und nun sind wir schon bei Punkt vier, dem Sprechtempo.

00:15:56: Auch hier können wir mit bewussten Variationen die Spannung aufrechterhalten

00:16:01: und somit die Aufmerksamkeit unseres Publikums sichern.

00:16:06: Unser Sprechtempo kann auch als dramaturgisches Werkzeug genutzt werden.

00:16:11: Variiere dein Tempo.

00:16:13: Schnell für Energie, langsam für Nachdruck und Wichtiges.

00:16:19: Achte dabei auch auf deine Atmung.

00:16:21: Ein gutes Tempo hilft dir und deinem Publikum, mitzukommen.

00:16:26: Der gezielte Tempowechsel kann Spannung aufbauen.

00:16:30: Auch das will geübt sein.

00:16:32: Probiere es aus.

00:16:34: Spreche einige Sätze schnell und zusammenhängend.

00:16:37: Dann wechsle in einen Modus, wo du jedes Wort einzeln betonst und langsam sprichst.

00:16:46: Das ist äußerst wirksam.

00:16:48: Mache auch hier wieder den Selbstcheck mit Video oder in diesem

00:16:52: Fall auch Audioaufnahme.

00:16:55: Schließlich kommen wir zu einem weithin unterschätzten Mittel, nämlich der Pause.

00:17:01: Eine Sprechpause kann magisch sein und uns aus der Patsche helfen.

00:17:07: Also nutze Pausen ganz bewusst in deinen Präsentationen.

00:17:11: Pausen geben Raum zum Wirkenlassen.

00:17:15: Sie sind Satzzeichen für das Ohr.

00:17:18: Wir müssen ja bedenken, dass das, was wir sagen, uns ja schon bekannt ist.

00:17:22: Davon gehe ich jetzt jedenfalls mal aus.

00:17:25: Unser Publikum braucht aber Zeit, das Gesagte aufzunehmen, ganz besonders dann,

00:17:31: wenn es sich neue Informationen handelt.

00:17:35: Also mach eine Pause, nachdem du eine neue Information mitgeteilt hast.

00:17:41: Schau in die Gesichter deines Publikums.

00:17:43: Sind sie bei dir?

00:17:45: Haben sie aufgenommen, was du gesagt hast?

00:17:48: Wenn wir es uns angewöhnt haben, immer mal bewusste Pausen einzubauen und dabei ganz

00:17:53: bewusst ins Publikum zu schauen, dann haben wir einen riesigen Vorteil.

00:17:58: Nämlich dann, wenn selbst mal den Faden verlieren.

00:18:02: Wir können dann bedeutungsvoll ins Publikum schauen – okay, das muss man auch

00:18:07: noch mal üben –, während wir vielleicht innerlich mit uns hadern und schimpfen:

00:18:12: „Mist, jetzt habe ich vergessen, was ich sagen wollte.

00:18:14: Wenn wir aber Pausen geübt haben, können wir hier bewusst eine Pause einlegen,

00:18:20: bedeutungsvoll schauen und schwups, schon haben wir den Faden

00:18:24: wieder gefunden, ohne dass das Publikum etwas bemerkt hat.

00:18:28: Die meisten meiner Teilnehmenden haben auch hier eine falsche Wahrnehmung.

00:18:32: Sie denken, dass sie bereits eine viel zu lange Pause gemacht haben,

00:18:36: wenn ich sie dazu coache.

00:18:38: Aber das ist in den meisten Fällen nicht der Fall.

00:18:41: Was sie beim Ansehen der Aufnahme dann selbst sehen und bestätigen.

00:18:46: Also mach ruhig öfter mal eine Pause.

00:18:49: Nicht nur bei der Arbeit, sondern auch bei der Präsentation.

00:18:54: Insbesondere nach einer rhetorischen Frage.

00:18:57: Obwohl du keine Antwort erwartest, lass eine Pause dahinter.

00:19:02: Denn dann denkt dein Publikum mit.

00:19:05: Sie denken vielleicht sogar: „Er will ja jetzt eine Antwort haben?

00:19:08: Und machen sich Gedanken zur Frage.

00:19:11: Und genau das wollen wir ja erreichen, dass sich die Leute Gedanken machen.

00:19:15: Also: aushalten, Pause machen und bedeutungsvoll schauen.

00:19:21: Auch dramaturgisch wirksam vor wichtigen Aussagen eine Pause machen,

00:19:25: danach erst weitersprechen.

00:19:28: Auch nach einer Pointe oder einem Aha-Moment ist eine Pause wirksam und sie

00:19:34: dient auch als Mini-Atempause für uns.

00:19:37: Wenn du dich mit Namen vorstellst oder eine andere Person vorstellst, dann bitte

00:19:41: auch zwischen Vor-und Nachnamen eine Pause machen.

00:19:45: Dann können sich die Menschen deinen Namen oder den Namen anderer Rednerinnen

00:19:50: und Redner leichter merken.

00:19:53: Pausen bringen Spannung.

00:19:55: Stille kann lauter sein als jedes Wort.

00:19:59: Deswegen baue ganz bewusst Pausen ein.

00:20:03: Sie sind äußerst nützlich und verschaffen uns wertvolle Mini-Atempausen.

00:20:08: Es gibt eine Ausnahme: Das ist eine Audioaufnahme, wie dieser Podcast hier.

00:20:15: Wenn ich eine zu lange Pause mache, dann denkst du vielleicht, es gibt einen

00:20:19: technischen Defekt oder der Podcast ist gerade abgestürzt.

00:20:23: Wenn man dich aber sieht, kannst du die Sprechpausen entsprechend lang machen.

00:20:28: Probiere es aus.

00:20:30: Zusammengefasst können wir sagen, wir haben unterschiedliche Ausdrucksmittel wie

00:20:35: Gestik, Mimik, Volumen und Stimmführung sowie Sprechtempo und Sprechpausen.

00:20:43: Diese Mittel können wir immer und überall einsetzen, denn wir haben sie immer dabei.

00:20:48: Probiere wirklich die extreme, wage die Übertreibung, erst dann kommt

00:20:54: deine Botschaft kraftvoll an.

00:20:57: Mache die Amplitude zwischen Flüstern und laut sein, zwischen einem ernsten Blick

00:21:03: und einem echten Lächeln, zwischen schnell redener und langsamer

00:21:09: Sprache und vielsagenden Pausen zu deinem Spielfeld.

00:21:14: So werden deine Präsentationen zum echten Wums und einem echten Hingucker im

00:21:20: Einheitsbrei der sonstigen reden.

00:21:23: Ich wünsche dir dabei ganz viel Erfolg und unterstütze dich gern dabei tatkräftig.

00:21:28: Frag einfach nach.

00:21:30: Ja, und jetzt viel Freude beim Ausprobieren.

00:21:32: Deine Silvia.

00:21:38: Und schon ist wieder eine weitere Folge von Professionell auftreten vorbei.

00:21:43: Wenn du weitere Unterstützung wünschst und deinen Auftritt individuell optimieren

00:21:48: möchtest, dann schreib mir gerne eine E-Mail über mein Kontaktformular

00:21:52: unter pitz-coaching.

00:21:54: De/kontaktformular. Ich freue mich auf dich.

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