#61 Adrenalin, Innovation, Applaus: Speaker Slam Insights mit Silvia Balaban
Shownotes
Preisgekrönte Bühnenmomente, geballte Innovation und ein Speaker Slam voller Adrenalin: Silvia Balaban nimmt dich mit hinter die Kulissen ihres Sieges in der Kategorie „Digitalisierung, Innovation und Zukunft“.
Im Gespräch verrät sie, wie sie sich mental und inhaltlich auf den großen Wettbewerb vorbereitet hat, welche Tools sie als Wirtschaftspsychologin einsetzt – und warum es auf den Punkt kommen manchmal alles entscheidet.
Freu dich auf ehrliche Insights, praktische Impulse und motivierende Tipps für deinen eigenen Weg auf die Bühne!
Shownotes:
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zu Professionell auftreten, dein Podcast für
00:00:07: die gelungene Präsentation.
00:00:10: Souverän, glaubwürdig und begeisternd auftreten, deine Botschaft zielsicher
00:00:15: anbringen, mit Leichtigkeit Lampenfieber, kritische Fragen und andere
00:00:20: Stolpersteine überwinden. Darum geht es.
00:00:23: Ich bin Silvia B.
00:00:24: Pitz und freue mich auf dich. Herzlich willkommen.
00:00:33: Heute habe ich eine Frau zurück im Studio, die nicht nur in der
00:00:37: Führungskräfteentwicklung und im Thema Peak Performance zu Hause ist,
00:00:42: sondern nun auch die Speaker Bühne im Sturm erobert hat: Silvia Balaban.
00:00:48: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Professionell auftreten.
00:00:53: Viele kennen sie bereits als Diplomwirtschaftspsychologin,
00:00:57: Geschäftsführerin der Recalibration zwischen GmbH und Expertin für mentale
00:01:03: Leistungsfähigkeit und gesunde Führung.
00:01:06: Andere vielleicht durch ihr Buch „Peek Performance halten, das sie bereits
00:01:11: einmal in diesem Podcast vorgestellt hat.
00:01:14: Doch heute geht es eine neue Facette ihrer Arbeit und einen frischen Erfolg.
00:01:21: Silvia hat beim Speaker's Excellence Speaker Slam gewonnen, und zwar in der
00:01:26: Kategorie Digitalisierung, Innovation und Zukunft.
00:01:31: Liebe Silvia, herzlichen Glückwunsch dazu.
00:01:34: Ja, Silvia, herzlichen Dank dafür.
00:01:37: Ja, wir werden gleich darüber sprechen, wie du deine Speaker-Karriere aufbaust,
00:01:42: was es bedeutet, sich auf einen solchen Wettbewerb vorzubereiten, welche
00:01:47: Strategien du nutzt, nur in acht Minuten maximale Wirkung zu erzeugen und auch, was
00:01:53: dieser Preis für deinen Weg als Rednerin bedeutet.
00:01:57: Ja, freut euch auf Einblicke hinter wieder die Kulissen eines Speaker-Slams,
00:02:03: auf Tipps für alle, die selbst auf die Bühne wollen und auf eine wirklich sehr
00:02:08: inspirierende Persönlichkeit, die mit voller Klarheit, mit voller Power und vor
00:02:15: allen Dingen mit wissenschaftlichem Fundament überzeugt.
00:02:18: Das kann man ja nicht von jeder Person da draußen behaupten.
00:02:21: Liebe Silvia.
00:02:23: Ja Mensch, willkommen zurück.
00:02:24: Schön, dass du dir die Zeit nimmst, heute wieder bei mir zu sein, beim
00:02:28: Podcast professionell auftreten.
00:02:31: Seit deinem letzten Besuch ist ja viel passiert.
00:02:33: Was hat sich denn in deiner Rolle als Speakerin seitdem am stärksten verändert?
00:02:39: Ja, liebe Silvia, erst mal danke für die Einladung.
00:02:41: Ich freue mich sehr, wieder bei dir zu sein.
00:02:45: Du, es gibt zwei große Veränderungen.
00:02:49: Die erste Veränderung ist die Häufigkeit, mit der ich auf der Bühne stehen darf.
00:02:54: Die ist erfreulicherweise gestiegen.
00:02:56: So wirklich zu Jahresbeginn bis Mitte zweites Quartal und dann auch wieder schon
00:03:01: Spätsommer, bis Mitte Dezember, bin ich jede 10 bis 14 Tage auf der Bühne,
00:03:06: wo ich mit meinen inspirierenden Inhalten und mit meiner Fachexpertise
00:03:11: Menschen begeistern darf.
00:03:13: Auf In-Haus-Veranstaltungen, Jahresauftakt-Events, Klausurtagungen,
00:03:17: Offsites, Kongresse, Gesundheitstage und so weiter.
00:03:21: Also super schön. Wow.
00:03:22: Super.
00:03:23: Ja, das klingt doch toll.
00:03:25: Und ich sage immer ja rauf auf die Bühne mit euch und gerade mit dir, Silvia,
00:03:30: Weil du hast so ein wichtiges Thema zu präsentieren, das viele zwar auf dem
00:03:34: Schirm haben, aber doch nicht durchsetzen und durchführen.
00:03:39: Da kommen wir aber gleich noch dazu.
00:03:41: Lass uns noch mal über das Speaker-Thema sprechen.
00:03:44: Du hast eben bei Speaker's Excellence bei dem Speaker Slam gewonnen.
00:03:48: Noch einmal ganz herzliche Gratulation, denn es war eine hohe Konkurrenzdichte,
00:03:53: muss man sagen, auf der Bühne.
00:03:54: Also das war nicht so easy.
00:03:57: Was war denn der Moment, in dem du wusstest, ich gehe da jetzt wirklich mit?
00:04:01: Lieben Dank, Silvia, für deine Glückwünsche.
00:04:04: In der Tat ist es das zweite, was sich verändert hat, dass ich
00:04:08: diesen Award gewonnen habe.
00:04:09: Und lass mich da gerne mit der Frage starten: Was motiviert mich
00:04:12: überhaupt, auf die Bühne zu gehen?
00:04:14: Ich bin ja durchaus visionär und will Menschen unterstützen und begleiten, mit
00:04:19: mehr Vitalität und Lebensfreude zu leben und will Unternehmen auch aufzeigen, wie
00:04:23: sie gesündere und damit auch leistungsfähigere Mitarbeitende bekommen.
00:04:27: Deshalb habe ich ja auch mein Buch „Peek Performancehalten geschrieben.
00:04:31: Und ich bin ja seit Jahren als Speakerin mit unzähligen Impuls oder
00:04:35: auch Fachvorträgen unterwegs.
00:04:36: Und wer mich da mal erlebt hat, der merkt schnell, diese Energie und diese
00:04:40: Leidenschaft bei diesem Thema, die sind keine Option, sondern die sind
00:04:44: bei mir so ein Standardbetrieb.
00:04:45: Das ist wirklich meine Default-Einstellung.
00:04:48: Und gerade wegen dieser Energie und Leidenschaft hatte ich eben schon länger
00:04:51: auch den Plan, eine professionelle Speaker-Agentur mir zu suchen.
00:04:56: Und umso glücklicher war ich natürlich, als ich Yana Kulhavi von Speaker's
00:05:00: Excellence auf der Personal Süd auf der HR-Messe in Schuttgart, getroffen habe.
00:05:04: Und im Laufe unserer Gespräche hat sie mir dann dieses 8-Minuten-Format,
00:05:09: den Speaker-Slam, vorgestellt.
00:05:10: Und da war auch schon die Entscheidung getroffen.
00:05:13: Natürlich kann ich meine Botschaft auch in acht Minuten gießen.
00:05:17: Und meine Botschaft verdient einfach eine Bühne.
00:05:20: Das ist gar nicht so unbedingt wegen mir, sondern wegen der Menschen und auch wegen
00:05:23: der Unternehmen, die täglich an der Grenze ihrer Belastung arbeiten.
00:05:28: Und ich wusste, Wenn ich was verändern will, dann darf ich da jetzt eben stehen.
00:05:33: Absolut, Silvia.
00:05:34: Und das ist die richtige Einstellung, finde ich, dass du eben aufgrund deiner
00:05:39: Botschaft auf die Bühne gehst, die sehr viele Menschen hören müssen.
00:05:43: Ich sage ganz bewusst müssen, wirklich weiter leistungsfähig zu sein.
00:05:48: Und ich kenne so viele Menschen, die sind wirklich am Anschlag.
00:05:52: Ich habe so den Eindruck, die Leute, die arbeiten, die sind wirklich am Anschlag
00:05:56: und die anderen, die arbeiten halt nicht.
00:06:00: Wie wirklich wahrscheinlich ich das mal so keck sagen darf.
00:06:04: Ja, in der Tat.
00:06:07: Die Kategorie Digitalisierung, Innovation und Zukunft ist ja wirklich hart
00:06:12: umkämpft und ist wirklich anspruchsvoll.
00:06:15: Und du hast deine Kernbotschaft in nur acht Minuten rübergebracht.
00:06:19: Was war denn da so der Kern?
00:06:21: Kannst du das noch mal zusammenfassen?
00:06:23: Vielleicht nicht in acht Minuten, aber in zwei Sätzen.
00:06:27: Du, die Kernbotschaft, die ist radikal einfach.
00:06:31: „vitality is motivation for breakfast.
00:06:35: Also in diesem Sinne auch herzliche Grüße an Peter F.
00:06:38: Drucker, der ja viele von uns inspiriert hat und zu Deutsch einfach „Motivation
00:06:44: greift zu kurz, wenn Vitalität fehlt.
00:06:48: Führungskräfte suchen ja permanent nach Motivation und nach Skills und nach
00:06:52: Ressourcen, aber die übersehen eben oft diesen dritten entscheidenden Faktor: Ist
00:06:58: dieser Mensch überhaupt gesund genug, zu leisten?
00:07:01: Ja, genau.
00:07:03: Bei vielen, was du ja gerade gesagt hast, ist einfach inzwischen diese Realität:
00:07:07: „Ich will, aber ich kann gar nicht mehr, weil ich bin vielleicht ausgebrannt, ich
00:07:11: bin krank und ob ich jetzt eine physische Krankheit habe, wie zum Beispiel jetzt
00:07:16: Atem-oder Herzerkrankungen oder eine psychische Erkrankung, Angststörungen,
00:07:21: Depressionen, die ja immer stärker zunehmen in allen Altersgruppen.
00:07:26: Und deshalb ist einfach Vitalität kein nice to have, sondern die Grundbedingung
00:07:31: für Performance und wirtschaftlichen Erfolg.
00:07:34: Absolut.
00:07:36: Sag mal, was ging dir denn kurz vor deinem Auftritt durch den Kopf?
00:07:40: Da war wahrscheinlich das Adrenalin, das ja für Anspannung und für
00:07:45: die richtige Spannung sorgt.
00:07:47: Aber wenn wir zu viel davon im Körper haben, den ganzen Tag, ist
00:07:49: es auch wieder schlecht.
00:07:50: Aber wahrscheinlich hattest du da an der Stelle das richtige Adrenalin im
00:07:54: Körper oder die richtige Menge.
00:07:56: Oder war es eher Flow, dass du sagst, ich bin jetzt total im Flow und
00:08:00: ich freue mich jetzt drauf? Was war es denn?
00:08:03: Also ich glaube, die beiden haben sich die Klinke in die Hand gegeben.
00:08:06: Ich muss schon sagen, mein Adrenalin war sichtlich erhöht.
00:08:10: Und auch so einen Tag davor.
00:08:12: Hätte ich selbst nicht gedacht.
00:08:15: Aber Atemübungen und so ein positiverer, innerer Dialog, die haben
00:08:19: mir wirklich geholfen.
00:08:20: Ich meine, ich trete jetzt nicht jeden Tag vor 22 hochkarätigen Jurymitgliedern auf,
00:08:26: die einen Bewertungsbogen mit 45 Items ausfüllen, zwei Fotografen, drei
00:08:31: Videos-Kamera laufen, grelles Scheinwerferlicht und auch noch
00:08:34: ein gefüllter Saal mit Publikum.
00:08:37: Und auch natürlich diese strikte Zeitvorgabe, acht Minuten auf den Punkt,
00:08:42: das war schon eine besondere Herausforderung Nach 7: 50 Minuten wird
00:08:47: man ja raus applaudiert und nach acht Minuten bekommt man das Headset
00:08:51: oder hat das Mikro abgetreten.
00:08:53: Und ich habe mich natürlich auch wahnsinnig darauf gefreut, auf
00:08:56: diese Chance, auf diesen Tag.
00:08:59: Und gleichzeitig Habe ich schon gemerkt: „Wow, ich bin da ganz schön froh, dass ich
00:09:03: da so viele unterschiedliche Strategien zum Thema Stressmanagement beherrsche.
00:09:08: Das ist ein gutes Stichwort „Stressmanagement.
00:09:11: Wie genau hast du dich denn da auf diesen Slam vorbereitet?
00:09:14: Also es gibt ja verschiedene Perspektiven, hast du gerade schon angedeutet.
00:09:17: Wie hast du es denn gemacht, Silvia?
00:09:20: Also insgesamt war meine Vorbereitung wirklich sehr zeitintensiv.
00:09:24: Das kann ich ganz klar sagen.
00:09:26: Zuerst habe ich mich die Struktur gekümmern, also die acht Minuten in in
00:09:30: Blöcke gepackt, Einstieg, Kernbotschaften, Beispiele, Schluss, und eben alles
00:09:34: auf eine Kernaussage hin optimiert.
00:09:36: Dann natürlich rhetorische Techniken, wo packe ich Storytelling ein,
00:09:40: Wiederholungen, Pausen, vielleicht noch rhetorische Fragen, die
00:09:43: das Publikum einfach emotional abholen.
00:09:46: Dann habe ich auch mentales Training genützt.
00:09:49: Das heißt, ich habe mir vorgestellt, wie ich auf der Bühne stehe, wie ich das
00:09:52: Publikum spüre, wie diese Energie des tollen Saales durch mich hindurchläuft.
00:09:58: Und ich habe auch ganz schön viele Dry Runs gemacht.
00:10:02: Ich habe es nicht genau gezählt am Schluss,
00:10:05: aber so ungefähr 80 Mal habe ich das schon geübt, vor Freunden.
00:10:10: Ich kann auch natürlich sagen, vor dir und mit dir.
00:10:15: Dem Spiegel, der geduldigste Zuhörer, und aber auch meine Handykamera, einfach
00:10:21: Botschaften, Timing, Betonung und Pausen zu optimieren.
00:10:26: Und auch ganz wichtig, natürlich Feedback.
00:10:28: Jede fünfte Probe habe ich eben ausgewertet, angepasst und
00:10:32: habe fremde Augen noch mal drüberschauen lassen.
00:10:36: Das ist eine wunderbare und ganz wertvolle Außenperspektive.
00:10:40: Und ich wiederhole noch mal: Du hast es 80-mal, also 8,0, 8,0 80-mal geübt.
00:10:47: Das ist wirklich eine großartige Leistung.
00:10:50: Ich sage zu meinen Coaches immer: „Übt jede Rede mindestens fünf Mal laut,
00:10:56: wenn ihr eine lange Rede habt.
00:10:59: Vielleicht nur wichtige Teile daraus laut üben, gerade den Anfang und den Schluss
00:11:04: und auch wichtige Kernbotschaften.
00:11:05: Aber 80 Mal, das ist echt super, liebe Silvia.
00:11:10: Ja, ich muss echt sagen, Hut ab.
00:11:12: Aber du hast recht, weil gerade wenn es aufs Timing angeht, wenn es auf das
00:11:17: Storytelling angeht oder das Storytelling geht,
00:11:21: das muss genau auf dem Punkt sitzen und das hat bei dir genau gesessen.
00:11:24: Und das ist wirklich das Geheimnis, in Anführungszeichen, eins der Geheimnisse
00:11:30: einer guten Bühnenperformance, dass man sich gut vorbereitet, dass man es immer
00:11:33: wieder übt, wie einen Tanz, wie eine Kreation, die man da selber gebaut hat.
00:11:42: Und dann wird das wirklich toll und die Leute merken das.
00:11:46: Ja, und außerdem diese, sage ich mal, sehr ausführliche Vorbereitung hat natürlich
00:11:52: auch Auswirkungen auf den Stresslevel, denn je besser die Vorbereitung ist …
00:11:58: Und ich wusste natürlich auch, doch, dass gerade aufgrund dieser großen
00:12:03: und sehr renommierten Jury, die da sitzt und der Kameras und Videokameras und des
00:12:09: Scheinwerferlichtes, dass da einfach noch mal eine andere Stressbelastung eben auch
00:12:15: kommen wird, die ich mir noch nicht vorstellen kann.
00:12:18: Aber so war es auch.
00:12:19: Und deshalb konnte ich mich diesbezüglich, dass ich sage: „Mein Inhalt, der sitzt,
00:12:24: und da war ich auch ganz entspannt im Sinne von, da passiert jetzt kein
00:12:28: Blackout, weil ich habe das oft geübt.
00:12:31: Und das ist auch wieder ein wichtiger Punkt, den du da ansprichst, den ich auch
00:12:35: mit meinen Coaches oft übe und ich sage: „Ihr wisst ja noch gar nicht,
00:12:38: was alles auf euch zukommt.
00:12:39: Vielleicht findet ihr den Parkplatz nicht zur Event-Location.
00:12:43: Vielleicht gibt es irgendwelche technischen Probleme,
00:12:47: bevor ihr auftreten könnt.
00:12:48: All das sind Stressmomente, die wir natürlich antizipieren können bis zu einem
00:12:52: gewissen Grad, aber nur, aber wenn wir dann noch gar nicht mal sicher sind,
00:12:56: welche Eröffnung wir haben oder wie wir den Inhalt gestalten, dann wird es
00:12:59: wirklich chaotisch und es ist dann Stress pur.
00:13:02: Und das müssen wir uns wirklich nicht antun.
00:13:05: Auch aus deiner Sicht, aus deiner Expertise als
00:13:10: Wirtschaftspsychologin bei der Vorbereitung von Auftritten, da kannst du
00:13:14: sicherlich auch noch aus dem Nähkästchen plaudern, nämlich Stress
00:13:19: so zu regulieren, dass er nicht überhand nimmt an zu einer Stelle.
00:13:25: Ja, absolut, denn du hast was Wichtiges angesprochen, Silvia, und ich glaube, wir
00:13:29: unterschätzen eben viele, dieses kognitiv Antizipieren und
00:13:33: aber dann emotional in der Situation sein und das fühlen und spüren.
00:13:38: Das sind zwei ganz unterschiedliche paar Stiefel.
00:13:41: Absolut.
00:13:41: Es ist wie Trockenschwimmer und wirklich im Wasser schwimmen.
00:13:44: Ja, das sind zwei Unterschiede.
00:13:46: Ich kann theoretisch schwimmen, aber wenn dann ins Wasser kommt,
00:13:50: dann wird es schwierig.
00:13:51: Genau, so ist das. Ja, absolut.
00:13:54: Du arbeitest ja selber viel mit Führungskräften an Performance.
00:13:58: Und wie viel von dem, was du anderen beibringst, hast du hier selbst angewandt?
00:14:03: Du gefühlt alles.
00:14:05: Atemtechniken, Klarheit, Fokus, Stressmanagement.
00:14:12: Also da war ich ganz schön froh, dass ich diesen Koffer hatte.
00:14:14: Und Ich hätte nicht gedacht, dass ich da wirklich so viel Lampenfieber habe,
00:14:20: aber ich habe es dann umarmt und gesagt: „Du bist gut, jetzt
00:14:24: passiert was Wichtiges.
00:14:25: Ich begrüße dich, weil es natürlich auch dazu beiträgt,
00:14:28: eben auch Fokus zu schärfen. Ja, genau.
00:14:32: Und wenn das gelingt, ist es ja gut.
00:14:34: Aber wenn dann der Mund trocken wird, wenn die Hände schwitzig werden, wenn das Herz
00:14:38: bis zum Hals klopft, dann wird es schwierig, auch noch einen vernünftigen
00:14:43: Gedanken zu fassen und sich zu konzentrieren.
00:14:46: Da ist nämlich dann die Schwelle überschritten des gesunden Stresses,
00:14:51: sondern dann wird es wirklich zur Richtung Panik-Situation, fight and flight.
00:14:56: Und das wollen wir natürlich nicht.
00:14:58: Wie hast du das denn verhindern können in dieser wirklich sehr
00:15:01: starken Drucksituation?
00:15:02: Also du hast gesagt, du hast einige Atemtechniken angewandt.
00:15:06: Was hast du denn genau gemacht, Silvia?
00:15:09: Also direkt die 10 Minuten, bevor es dann, wenn man schon verkabelt ist und wo man
00:15:14: dann noch backstage wartet, wirklich noch mal Atemtechniken.
00:15:19: Das heißt, doppelt so lange ausatmen wie einatmen.
00:15:23: Sehr viele positive, wertschätzende Selbsts und ein
00:15:29: Selbstdialog, der sehr wertschätzend und positiv ist, der mich da bestärkt.
00:15:33: Also so was wie: „Ich bin gut vorbereitet, ich kann mein Thema.
00:15:37: Ich freue mich auf die Bühne.
00:15:39: Mein Publikum ist toll.
00:15:40: Ich freue mich auf die Jury.
00:15:41: Also alles in einem ganz positiven Licht dargestellt.
00:15:46: Und es hat dann wirklich auch sehr, sehr gut geholfen.
00:15:49: Okay, also eine Mischung aus Atemtechnik, aus Selbstsuggestion,
00:15:56: die ja absolut berechtigt ist mit deiner großartigen Vorbereitung Was war denn so
00:16:01: dein größtes Learning aus diesem Projekt?
00:16:05: Ja, du, da gab es einige.
00:16:07: Also für dieses 8 Minuten vor Mars war wirklich ganz entscheidend, diese präzise
00:16:11: Vorbereitung, die Klarheit zu haben, aber auch die Dramaturgie.
00:16:16: Du kannst ja die brillantesten Inhalte haben, aber ohne Struktur, ohne Rhythmus
00:16:21: und ohne Fokus verpufft alles wie ein Feuerwerk ohne Zündung.
00:16:26: Und eben dieses Adrenalin als Energiebooster zu
00:16:31: und das Lampenfieber wirklich als was ganz Positives zu sehen,
00:16:36: anstatt es zu bekämpfen.
00:16:37: Und auch Demut, dass ich diese Magie der Bühne vervielfachen darf.
00:16:43: Ja, und das machen wir jetzt auch mit unserem Podcast hier.
00:16:47: Also es gibt keine Scheu vor der Bühne.
00:16:51: Wenn ihr was wirklich Wichtiges zu sagen habt, dann geht auf die Bühne.
00:16:55: Es gibt Mittel und Wege, auch das Lampenfieber, das Adrenalin
00:17:00: vorher zu kanalisieren und sich wirklich gut vorzubereiten.
00:17:03: Definitiv.
00:17:05: Welche Bühnen oder Themen reizen dich denn jetzt besonders?
00:17:09: Thema ist eher klar, denke ich, aber es gibt ja natürlich auch Facetten deiner
00:17:13: Thematik in deinem Buch Musik Performance halten, kann man das sehr gut nachlesen.
00:17:18: Ich darf das an dieser Stelle noch mal empfehlen.
00:17:20: Wir werden es auch in den Show Notes noch mal erwähnen.
00:17:23: Definitiv, liebe Silbe, weil ich das Buch nur wirklich empfehlen kann als
00:17:27: Standardwerk zum Thema: Wie bleibe ich aktiv und wie kann ich meine
00:17:33: Performance tatsächlich halten?
00:17:35: Aber jetzt noch mal zur Frage: Was sind denn die Bühnen, die du demnächst
00:17:41: bespielen wirst und feiern wirst?
00:17:45: Also so denke ich, ich gerne bespielen würde, darüber kann ich Auskunft geben.
00:17:49: Das wäre zum einen die BGM Stage auf der HR-Messe Personal Süd.
00:17:53: Die wird mich natürlich sehr reizen.
00:17:56: Oder natürlich auch perspektivisch, wenn ich jetzt mal größer denke,
00:18:00: auch so eine TED-Ex-Bühne.
00:18:01: Darauf arbeite ich jetzt schon hin. Natürlich.
00:18:05: Man braucht ja auch wirklich eine Vision für die nächsten Jahre.
00:18:08: Meine Themen, wie du gesagt hast, die sind gesetzt und es können natürlich immer noch
00:18:12: neue Themen hinzukommen, wenn wir von „Peak Performance, von Vitalität als
00:18:18: Voraussetzung für Leistungsfähigkeit sprechen.
00:18:22: Letzte Woche gab es ja wieder von der Bundesregierung überlegungen, das
00:18:26: Renteneintrittsalter von 67 Jahren zu erhöhen und anzuheben.
00:18:31: Und jetzt ist natürlich die Frage: Wenn wir jetzt mit 67 Jahren,
00:18:36: da ist schon schwierig das Thema kognitive Gesundheit, Konzentrationsfähigkeit,
00:18:42: psychische, körperliche Gesundheit.
00:18:44: Und was ist, wenn wir bis 70 Jahre arbeiten müssen?
00:18:47: Also da kann ich mir auch vorstellen, dass da das Thema Leistungsfähigkeit oder auch
00:18:52: Workability natürlich noch mal in einem ganz anderen
00:18:57: Rahmen gesehen werden muss, wenn das wirklich so wird oder soll.
00:19:01: Ja, absolut.
00:19:03: Ich werde noch mal ein paar Tipps erfragen für Menschen, die schon jenseits der 50
00:19:09: oder vielleicht ein bisschen höher, älter sind.
00:19:11: Ich sage immer, die Menschen, die geistig arbeiten oder die nicht so viel körperlich
00:19:16: arbeiten wie die berühmten Dachdecker, die ja immer wieder genannt werden in dieser
00:19:18: Rentendebatte, die können wirklich länger arbeiten.
00:19:22: Wenn man die Arbeit liebt, die man macht, dann macht man das ja auch gerne.
00:19:26: Man muss ja vielleicht nicht mehr so viel arbeiten wie früher.
00:19:29: Was Und wäre zunächst einmal noch ein Tipp für die Menschen, die auf die Bühne gehen
00:19:34: wollen, die auch auf den Speaker Slam gehen wollen oder eine ähnliche Bühne
00:19:39: bespielen möchten, aus deiner sehr, sehr direkten Erfahrung?
00:19:44: Also bei dem Speaker Slam geht es ja nicht darum, in acht Minuten die Welt zu retten.
00:19:50: Und da ist meine Botschaft: Reduziere radikal.
00:19:55: Das Motto heißt immer Kill your darlings.
00:19:58: Also alles, was nicht glas, zur Kernbotschaft gehört raus.
00:20:02: Espresso, nicht Cappuccino.
00:20:05: Und meine Erfahrung auch nach fast 20 Jahren als Beraterin und Trainerin und
00:20:11: über zwölf Jahren auch schon als Dozentin, da kann ich wirklich sagen, die Menschen
00:20:15: lieben Inhalte und sie erinnern sich an Klarheit.
00:20:20: Ja, schön auf Espresso niedergedampft, sozusagen, jetzt deine Aussage.
00:20:25: Danke schön.
00:20:27: Ja und zum Schluss: Wenn du deine deine Speaker-Essenz in einen Satz
00:20:32: packen müsstest, welcher wäre das?
00:20:35: Wenn du nur informierst, bist du ein PDF auf zwei Beinen.
00:20:43: Wenn du berührst, wirkst du.
00:20:46: Nice.
00:20:48: Das gefällt mir sehr gut.
00:20:50: Vielen, vielen Dank, liebe Silvia.
00:20:53: Ich wünsche dir alles Gute für deine Speaker-Karriere und ich bin sicher, wir
00:20:57: hören noch mehr von dir auf den Bühnen dieser Welt.
00:21:01: Herzlichen Dank, liebe Silvia.
00:21:02: Ich freue mich, dass ich wieder bei dir sein durfte.
00:21:04: Alles Gute. Ciao, ciao.
00:21:07: Tschüss.
00:21:12: Das war es für dieses Mal professionell auftreten.
00:21:16: Jetzt hast du bestimmt noch mehr Freude bei deinen kommenden Präsentationen.
00:21:20: Weitere Informationen zum Podcast und die Show Notes findest du auch auf
00:21:24: meiner Webseite pitz-coaching. De.
00:21:28: Schau doch mal rein.
00:21:31: Bis bald, deine Silvia B. Pitz.
Neuer Kommentar